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Nephrologie - Dialyse

Liebe Patientinnen, liebe Patienten, liebe Interessierte!

Unsere teilstationäre und stationäre Dialyseeinheit besteht aus 8 teilstationären Dialyseplätzen, an denen alle gängigen Dialyseverfahren angewendet werden. Nach Bedarf können nephrologische Patienten auch stationär behandelt werden. Die Betreuung unserer Patienten erfolgt rund um die Uhr durch kompetentes und erfahrenes Pflegepersonal in einer aufgeschlossenen und herzlichen Atmosphäre.Durch die Laboruntersuchungen des Blutes und des Urins, sowie gegebenfalls durch eine Nierenpunktion wird eine genaue Diagnose einer Nierenerkrankung gestellt.

Das Team

Das Team

Gholam Nabi Fakeri, MD (USA)
Chefarzt

Abteilung Dialyse und Nephrologie
Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie

E-mail: g.fakeri@kh-bad-neustadt.de

Dr. Massoud Omar Popal
Leitender Oberarzt

Fachbereich Dialyse und Nephrologie
Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunktbezeichnung Nephrologie

E-mail: m.popal@kh-bad-neustadt.de

Unsere Patienten werden auf der Dialysestation von examinierten Pflegekräften und nephrologischem Fachpersonal betreut und umsorgt.

Zu unseren Leistungen zählen:

  • Nierenpunktion
  • Duplexsonographie der Nierenarterie
  • Duplexsonographie des Shunt
  • Anlage von permanenten Dialysevorhofkathetern (kann auch ambulant und am gleichen Tag erfolgen in Lokalanästhesie)
  • Plasmapherese
  • CVVH (continuierliche veno-venöse-Hämofiltration)
  • HD-Hämodialyse
  • HDF-Hämodiafiltration
  • HF-Hämofiltration

Gängige Dialyseverfahren

Die Dialyse ist ein Blutreinigungsverfahren, das bei Nierenversagen als Ersatzverfahren zum Einsatz kommt. Die Dialyse ist neben der Nierentransplantation die wichtigste Nierenersatztherapie bei chronischen Nierenversagen und eine Behandlungsmöglichkeit bei akutem Nierenversagen.

  • Hämodialyse
    Hierbei handelt es sich um eine bestimmte Art der künstlichen Blutwäsche.
    Bei einer schweren Nierenschwäche oder dem vollständigen Funktionsverlust der Nieren (Nierenversagen) muss das Blut mithilfe von künstlichen Filtermembranen von schädlichen Stoffen befreit werden. Bei der Hämodialyse wird ein Gerät mit einem Membranfilter außerhalb des Körpers verwendet (künstliche Niere). Diese Blutreinigung ist lebensnotwendig.
    Bei dieser Art von Dialyse wird das Blut über eine künstliche Membran außerhalb des Körpers geschickt, um es von Schadstoffen zu befreien. Diese Membran funktioniert wie ein Filter, ist also nur für einen Teil der Substanzen durchlässig. Sind auf der einen Seite der Membran Stoffe in höherer Konzentration vorhanden als auf der anderen Seite, dann wandern diese durch die Membran, bis es zu einem Ausgleich der Stoffkonzentration kommt.
    Umgekehrt lässt sich das Patientenblut im Rahmen einer Hämodialyse durch eine bestimmte Zusammensetzung des Dialysats mit entsprechenden Stoffen anreichern. Aus dem Blut werden also schädliche Stoffe entfernt und erwünschte Stoffe wieder hinzugefügt.
  • Hämofiltration
    Bei der Hämofiltration wird eine künstliche Niere eingesetzt, die sehr große Poren hat. Die Entgiftung erfolgt dadurch, dass dem Blut etwa 10 Liter Flüssigkeit mit den gelösten Giftstoffen in 4-5 Stunden abgefiltert wird. Direkt nach dem Filter wird das Blut wieder mit einer Elektrolytlösung, die natürlich keine Giftstoffe enthält, aufgefüllt. Ohne ein Wiederauffüllen würde der Patient austrocknen. Bei der Hämofiltration wird also der Wasseranteil des Blutes praktisch ausgetauscht, eine Dialyse gegen eine Spüllösung findet nicht statt.
  • Hämodiafiltration
    Die Hämodiafiltration ist eine Art der Blutwäsche, bei der zwei Methoden (Hämodialyse und Hämofiltration) miteinander kombiniert werden. Mit der Hämodiafiltration lässt sich eine insgesamt bessere Entfernung von schädlichen Stoffen als bei den einzelnen Verfahren erreichen. Außerdem kann der Flüssigkeitshaushalt geregelt werden. Das Blut wird aus dem Körper in das Reinigungsgerät geleitet und wieder in den Körper zurückbefördert. Da Flüssigkeit verloren geht, muss sie durch eine spezielle Lösung ersetzt werden. Die Hämofiltration wird seltener durchgeführt als die herkömmliche Dialyse (Hämodialyse), stellt jedoch ein sehr gutes Verfahren bei chronischer Niereninsuffizienz dar.