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Internationales Symposium: Klinik für Handchirurgie am Campus Bad Neustadt feiert 25-jähriges Bestehen

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RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt | 31.05.2017

Internationales Symposium: Klinik für Handchirurgie am Campus Bad Neustadt feiert 25-jähriges Bestehen

Namhafte Fachexperten trafen sich in Bad Neustadt

31.05.2017– Mit einem internationalen Symposium feiert die Klinik für Handchirurgie ihr 25-jähriges Bestehen in Bad Neustadt. Der „25. Geburtstag“ der Klinik diente einer fachlichen Standortbestimmung und einer intensiven und offenen Diskussion mit Gästen aus nah und fern. Ein absolutes Highlight waren neben den Hauptthemen der vorgeschaltete Live-OP Tag sowie die handtherapeutischen Workshops und Schienenkurse. Für die Vorträge konnten die Tagungspräsidenten Prof. Dr. Karl-Josef Prommersberger und Prof. Dr. Jörg van Schoonhoven weitere namhafte Fachexperten der Handchirurgie und Handtherapie aus dem In- und Ausland gewinnen. Mit Prof. Ulrich Lanz und Dr. Timothy Herbert standen zwei Pioniere der Handchirurgie,  die auch die Entwicklung in Bad Neustadt maßgeblich beeinflusst haben, mit ihren Erfahrungen für persönliche Frage– und Antwortsitzungen zur Verfügung.

„Wir haben an der Klink für Handchirurgie immer auf Kontinuität gesetzt, sind nie unmittelbar auf neue Entwicklungen gesprungen und doch hat sich vieles geändert“, blickt Chefarzt Prof. Dr. Jörg van Schoonhoven auf die Entwicklung seiner Klinik zurück. „In diesem Spannungsfeld muss sich Bewährtes hinterfragen lassen, Neues bewähren und diagnostische und therapeutische Algorithmen müssen immer wieder angepasst und aktualisiert werden“, fügt Chefarzt Prof. Dr. Karl-Josef Prommersberger hinzu und macht damit klar, warum die Klinik für Handchirurgie am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt zu einer der bundesweit bedeutendsten Einrichtungen ihrer Art sowohl in der Behandlung als auch der Ausbildung zählt.

Vor 25 Jahren war die Gründung einer Klinik für Handchirurgie im ländlichen Raum ein Novum. Aus der Orthopädie heraus ein Krankenhaus lediglich auf den Fokus Hand zu beschränken galt als wagemutig. Heute, ein Vierteljahrhundert später, ist die Handchirurgie eines der Aushängeschilder der RHÖN-KLINIKUM AG. Nicht weniger als 140.000 Operationen wurden seit dem Bestehen der Klinik durchgeführt, insgesamt zählt die Handchirurgie in den vergangenen 25 Jahren rund eine halbe Million Patienten aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Der hohe Spezialisierungsgrad bei der Durchführung hochkomplizierter Operationen umfasst längst nicht mehr nur die Hand. Auch Ellbogen, Schulter und, der jüngste Spross, Füße gehören zu den Kernkompetenzen der Klinik. Aus der Fuß- und Sprunggelenkchirurgie sowie der Schulterchirurgie haben sich mittlerweile eigenständige Kliniken etabliert.

Gründerväter Lanz und Landsleitner

Es ist der Verdienst der Gründerväter Professor Dr. Ulrich Lanz und Professor Dr. Bernd Landsleitner, dass die Klinik für Handchirurgie heute zu den führenden Häusern in Deutschland und ganz Europa zählt. 2006 übernahmen Professor Dr. Karl-Josef Prommersberger und Professor Dr. Jörg van Schoonhoven die ärztliche Leitung der Klinik. Beide haben in der Klinik für Handchirurgie schon Jahre zuvor einen reichhaltigen Erfahrungsschatz erworben, den sie im wissenschaftlichen Diskurs auch Ärzten anderer Kliniken nicht vorenthalten. Alle nur denkbaren Verletzungen der Hand wie auch angeborene und erworbene Erkrankungen von Hand und Handgelenk, rheumatische Leiden und kindliche Deformitäten werden behandelt. Kernbereiche sind ebenso schwere Handverletzungen inklusive der Amputation oder der Replantation von abgetrennten Fingern und Händen. Für diese spektakulären Fälle, die häufig per Hubschrauber an den Campus gebracht werden, steht ein Notfalloperationssaal rund um die Uhr zur Verfügung. Allein deshalb, weil eine Replantation von mehreren Fingern schon mal bis zu zehn Stunden dauern kann. Insgesamt verfügt die Handchirurgie über vier Operationssäle und 56 Betten im Akutbereich. Auch Patienten mit falsch vorbehandelten Bagatellverletzungen kommen immer wieder in die Handchirurgie. „Für viele Krankheitsbilder ist unsere Klinik die letzte Institution“, sagt Professor Dr. Karl-Josef Prommersberger. „Der überwiegende Teil der vorgenommenen Behandlungen in der Klinik für Handchirurgie sind jedoch nicht die Unfallverletzungen, sondern Erkrankungen wie Nerveneinengungen, Karpaltunnelsyndrom, schnellende Finger, Überbeine an den Handgelenken oder Verschleißerscheinungen der Finger“, bestätigt Professor Dr. Jörg van Schoonhoven. Rund 18.000 Patienten werden pro Jahr in der Handchirurgie behandelt, davon mehr als 70 Prozent ambulant. „Die hochspezialisierten Abteilungen innerhalb der Klinik für Handchirurgie arbeiten in allen Bereichen eng verzahnt miteinander“, betont Professor van Schoonhoven. Und auch darüber hinaus. Die Zusammenarbeit mit dem Institut für Radiologie erlaubt es den Handchirurgen, Veränderungen der Hand mit Hilfe von Röntgenbildern oder  CT- bzw. MR-Aufnahmen zu erkennen und zu behandeln. Eine nicht minder spezialisierte Pflege und eine zeitnah einsetzende Therapie sichern den höchstmöglichen Behandlungserfolg nach einem Eingriff. Wund- wie Schmerzexperten arbeiten Hand in Hand, um die Funktionsfähigkeit von Hand, Ellenbogen und Schulter so schnell als möglich wiederherzustellen. Ohne Ergo- und Physiotherapie in der Nachbehandlung geht in der Wiederherstellung der Funktionen ohnehin nichts. Die Therapeuten in der Klinik für Handchirurgie absolvieren die Zusatzqualifikation zum Handtherapeuten der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Handtherapie (DAHTH).

 

Pressekontakt:

Annekatrin Höppner
Leitung Standortkommunikation
RHÖN-KLINIKUM AG
Campus Bad Neustadt
Tel.: 09771 67-1596
E-Mail: annekatrin.hoeppner@rhoen-klinikum-ag.com