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Kraftfahreignung

Der Besitz des Führerscheins, die Kraftfahreignung und die Benutzung eines Kraftfahrzeugs haben für die meisten Menschen einen hohen Stellenwert. Neurologische Erkrankungen können die Fahreignung erheblich beeinträchtigen. Man denke z. B. an Patienten nach einem Schlaganfall oder an Patienten mit Bewegungsstörungen wie Morbus Parkinson, mit demenziellen Erkrankungen oder mit Anfallsleiden. Der Arzt hat aus dem Behandlungsvertrag die Pflicht, seine Patienten über eine eingeschränkte Kraftfahreignung aufzuklären. Dies erfolgt in unserer Klinik im Rahmen der Visite oder bei Einzelgesprächen. Die Aufklärung wird in der Patientenakte dokumentiert. Der Arzt ist in Deutschland nicht verpflichtet, Fahreignungsmängel seines Patienten an die Behörden zu melden. 

In Deutschland dienen die Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung, herausgegeben von der Bundesanstalt für Straßenwesen,  Gerichten und Richtern, Ärzten/Gutachtern und Fahrerlaubnisbewerbern und -inhabern als Richtschnur für die Beurteilung der Kraftfahreignung.  

Bei Bedarf kann in unserer Klinik durch einen neurologischen Facharzt mit verkehrsmedizinischer Qualifikation ein verkehrsmedizinisches Gutachten erstellt werden. Auch eine Fahrprobe mit einem speziell geschulten Fahrlehrer kann vermittelt werden. So haben die Patienten die Möglichkeit, ihre Fahreignung zu testen und realistisch einzuschätzen. Zu Übungszwecken steht uns ein von der Industrie gesponserter Pkw zur Verfügung. Geübt werden können hier z. B. das Ein- und Aussteigen und die Bedienung der Pedale oder Armaturen (nicht das Fahren).