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Pflege

Wer als Patient in ein Krankenhaus kommt, braucht nicht nur eine gute medizinische Versorgung, sondern auch eine exzellente pflegerische Betreuung – Menschen, die rund um die Uhr da sind, um auf persönliche Bedürfnisse einzugehen und den Genesungsprozess auf allen Ebenen zu unterstützen. In der Pflege von Patienten konnten wir im Laufe unseres 20-jährigen Bestehens viele Erfahrungen sammeln. Daraus haben sich Ziele und Grundwerte entwickelt, die zu einem Leitbild für unsere Arbeit geworden sind.

Unser Pflegedienst organisiert seine pflegerischen Tätigkeiten patientenorientiert: Im Mittelpunkt steht bei uns der Mensch. Wichtig für uns ist, dass wir jedem Menschen mit Würde und Respekt begegnen. Diesem Leitbild sind alle unsere Mitarbeiter verpflichtet. Pflege bedeutet für uns, dass der Mensch mit seinen Erkrankungen und  physischen, psychischen und psychosozialen Beeinträchtigungen der humanen und professionellen Hilfe bedarf. Diesen Menschen, die sich uns anvertrauen, wollen wir auf qualitativ hohem Niveau Hilfe leisten. Diese Erwartung können wir nur unter Einbeziehung aller Mitarbeitergruppen im Krankenhaus erfüllen. Insofern sind die Pflegekräfte der Vermittler zwischen Patienten und allen anderen Gruppen im Krankenhaus.

Durch Wissen und medizinische Kenntnisse – verbunden mit sozialer Kompetenz – besitzt das Pflegeteam die Fähigkeit, Menschen mit Erkrankungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu betreuen, zu beraten und zu unterstützen. Pflege und Medizin stellen durch ihr enges Zusammenwirken, gegenseitige Wertschätzung und offenes Miteinander eine qualitativ hochwertige Betreuung und Behandlung unserer Patienten sicher.

Angehörigenanleitung

Angehörige kommen, ebenso wie die Patienten selbst, durch die Erkrankung in eine bis dahin unbekannte Situation. Folglich stehen die Mithilfe bei der Krankheitsbewältigung und der Abbau von Berührungsängsten im Vordergrund. Angehörige sind gleichzeitig ein wichtiger Therapiepartner der Pflege, deshalb werden sie – sofern sie das wünschen – von Anfang an in die Pflege der Patienten mit einbezogen bzw. angeleitet. Das vermittelt ihnen die notwendige Sicherheit, die den Übergang zwischen Rehabilitation und nachklinischer Versorgung erleichtert.

Wir arbeiten nach den nationalen Expertenstandards

Die gute Zusammenarbeit im interdisziplinären Team ist Voraussetzung, um den Krankheitsbildern der Patienten professionell auf hohem Niveau gerecht zu werden. Akutmedizinische und rehabilitative Behandlung werden deshalb unter Einbeziehung aller Berufsgruppen in Teambesprechungen und Visiten individuell für jeden Patienten festgelegt. Behandlungsziele und Verlauf werden dokumentiert, kontinuierlich überprüft und bei Bedarf korrigiert.

Für uns bedeutet Pflege auch, die Angehörigen unserer Patienten in den Pflegeprozess mit einzubeziehen, sie zu beraten und zu betreuen. Zu unserem Leitbild gehört zudem, dass Pflege in Verbindung mit Ergebnissen der Pflegeforschung, unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen und neuer Erkenntnisse durchgeführt wird. Durch ständige Fort- und Weiterbildung unterstützen wir dieses Ziel.

In der Akutneurologie stehen Diagnostik und medizinische Versorgung im Vordergrund. Die Pflege beinhaltet Funktionspflege bei den in den Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des täglichen Lebens selbstständigen Patienten sowie Bezugspflege bei den diesbezüglich eingeschränkten Patienten. Die Verbindung zwischen intensivmedizinischer Überwachung und therapeutischer Pflege zur Anbahnung der Rehabilitation auf der Stroke Unit wie auch die Betreuung der Notfallambulanz fordert von den Pflegekräften ein Höchstmaß an Organisation, Flexibilität und interdisziplinärer Kooperation. Die Phase der Frührehabilitation beginnt bereits auf der Intensivstation und wird auf den Bettenstationen fortgesetzt. Dies bedeutet ebenfalls eine Kombination aus intensivmedizinischer und therapeutischer Pflege. In der Weiterführenden Rehabilitation stehen für die Patienten die Wiedererlangung der Selbsthilfefähigkeit bei den Aktivitäten des täglichen Lebens sowie die soziale Wiedereingliederung im Vordergrund. Wegen des hohen Aufwandes in der Grundpflege der Patienten wird individuell und therapeutisch in der Bereichspflege gearbeitet. Patienten in der Anschlussrehabilitation sind weitgehend selbstständig in den Aktivitäten des täglichen Lebens, so dass die Pflege funktionell durchgeführt werden kann.

Patientenorientierung und Qualität bestimmen das Denken und Handeln aller am Pflegeprozess Beteiligten.

Weitere Informationen

Unser Phasen-Modell

Unser Phasen-Modell

Die Angehörigen unserer Patienten bekommen bestimmte Pflegetätigkeiten erläutert und gezielt gezeigt.

  • Angehörige übernehmen diese Pflegetätigkeiten unter Aufsicht.
  • Angehörige übernehmen selbstständig die erlernten Pflegetätigkeiten.
  • Pflegekräfte stehen in beratender Funktion zur Verfügung und kontrollieren die Pflegetätigkeiten.
  • Zudem beteiligen sich Pflegekräfte an regelmäßig stattfindenden Angehörigenseminaren. Sie informieren über die genannten Pflegekonzepte und geben Ratschläge zur Erleichterung der häuslichen Pflege.
  • Zur Überleitung in den häuslichen Bereich wird der Pflegeentlassungsstatus erhoben und Pflegekräfte der Station stehen bei Bedarf vor und auch nach der Entlassung für Fragen zur Verfügung.

Anleitungsschwerpunkte

Anleitungsschwerpunkte

  • therapeutische Körperpflege
  • An- und Auskleiden
  • Lagerungs- und Transfertechniken
  • prophylaktische Maßnahmen inklusive atemstimulierende Einreibung
  • spezielle Behandlungspflege: Verbandwechsel, Umgang mit Trachealkanülen, Injektionen usw.
  • Hilfestellung bei der Nahrungsaufnahme bzw. Verabreichung von Medikamenten
  • Inkontinenzversorgung
  • Umgang mit medizintechnischen Geräten

Ein Anleitungsbogen trägt zur Kontinuität bei der Vermittlung von Anleitungsinhalten bei.