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Ganztägig ambulante Rehabilitation

In der Neurologischen Klinik Bad Neustadt wird neben der stationären auch die ganztägig ambulante Rehabilitation angeboten. Sie kann anstelle einer stationären Rehabilitation oder im Anschluss daran erfolgen.

Die neurologische Diagnostik sollte bei Beginn der ganztägig ambulanten Rehabilitation abgeschlossen sein. Gegebenenfalls kann sie aber komplettiert werden. Eine parallele Arbeitstätigkeit des Rehabilitanden während der ganztägig ambulanten Rehabilitation ist ausgeschlossen.

Die ganztägig ambulante Rehabilitation umfasst das gesamte Leistungspaket der stationären Rehabilitation. Der Patient wird also an fünf Tagen in der Woche in unserer Klinik behandelt, übernachtet aber zu Hause. Den Rehabilitanden stehen Ruhe- und Aufenthaltsräume sowie Umkleideräume mit sanitären Anlagen zur Verfügung. Die Essenseinnahme erfolgt im Speisesaal.

Das medizinische Konzept der stationären Rehabilitation wird auf die ganztägig ambulante Rehabilitation übertragen. Den Patienten stehen selbstverständlich dieselbe räumliche und apparative Ausstattung, die gleichen Therapien sowie die gleichen Leistungen des Sozialdienstes zur Verfügung wie den stationär behandelten Patienten. Auch die Maßnahmen zur Gesundheitsbildung erfolgen im selben Umfang. Für die fachspezifische Diagnostik stehen uns alle wichtigen radiologischen, neurophysiologischen und internistischen Diagnostikverfahren zur Verfügung. Wie bei der stationären Rehabilitation wird zum Abschluss der ganztägig ambulanten Rehabilitation ein Entlassungsbericht mit differenzierter sozialmedizinischer Beurteilung erstellt.

Die Leitung der ganztägig ambulanten Rehabilitation liegt beim Chefarzt der Abteilung Weiterführende Rehabilitation und Anschlussrehabilitation. Die Aufnahme-, Zwischen- und Abschlussuntersuchungen sowie die Einleitung der Therapien erfolgen durch Assistenzärzte unter Supervision von Oberärzten und dem Chefarzt.

Zu den ärztlichen Aufgaben zählen außerdem:

  • die Planung, Koordination und Überwachung der gesamten Therapie
  • Gespräche mit Patienten und Angehörigen
  • die Teilnahme an den regelmäßigen Teambesprechungen
  • die Kooperation mit vor- und nachbehandelnden Ärzten
  • die medizinische Dokumentation und die Erstellung des Entlassungsberichtes

Für die ganztägig ambulanten Rehabilitationsleistungen übernimmt der Rentenversicherungsträger auf Antrag die notwendigen Fahrt- und Transportkosten. Wenn der Patient wegen der Rehabilitation den eigenen Haushalt nicht weiterführen kann oder eine Kinderbetreuung notwendig ist, kann eine Haushaltshilfe als ergänzende Leistung zur Rehabilitation gewährt werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

Eine ganztägig ambulante Rehabilitation ist sinnvoll

  • bei Patienten, für die eine enge Einbindung in das soziale bzw. familiäre Umfeld wichtig/notwendig ist
  • für Patienten, die eine stationäre Rehabilitation nicht in Anspruch nehmen können

Voraussetzungen

  • Mobilität (die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel muss möglich sein)
  • Wohnortnähe (der Rehabilitand muss die Rehabilitationseinrichtung innerhalb von 45 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können)
  • Sicherstellung der häuslichen Versorgung (falls der Rehabilitand in seiner Selbstversorgung eingeschränkt ist)

Gründe gegen eine ganztägig ambulante Rehabilitation

  • erheblich eingeschränkte körperliche Belastbarkeit, so dass die Fahrt zur Rehabilitationseinrichtung sowie die Rückfahrt nach Hause nicht zugemutet werden können
  • die Notwendigkeit einer ständigen ärztlichen und pflegerischen Betreuung
  • ausgeprägte Multimorbidität
  • das Vorliegen einer Abhängigkeitserkrankung