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Revisionen nach fehlgeschlagener Vorbehandlung

Behandlung von veralteten Frakturen und Folgezuständen:

Da Frakturen des Oberarmkopfes beim älteren Menschen komplikationsträchtig sind, ist die Behandlung von Fehlschlägen keine Seltenheit. Erneute operative Eingriffe (Revisionen) mit einem Wechsel des auswärts zunächst gewählten Verfahrens werden daher in der Klinik für Schulterchirurgie häufig durchgeführt. Dazu gehören Einsteifungen, Materialversagen, Abkippungen und Fehlstellungen sowie Infektionen. Oft muss bei älteren Patienten als letzte Möglichkeit und sog. „Rettungsverfahren“ eine inverse Schulterprothese eingesetzt werden.

Abb. 1: Behandlung einer Pseudarthrose (Falschgelenkbildung) mittels winkelstabiler Plattenosteosynthese (die Schrauben werden in der Platte mit einem Gewinde gehalten).
Abb. 2: Schmerzhafte Einsteifung mit Gelenkzerstörung und Verlust der Sehnenmanschette nach winkelstabiler Plattenosteosynthese auswärts. Ein Jahr nach Versorgung mit einer inversen Spezialprothese kann der 68-jährige Patient sogar wieder Golf spielen.

Nachbehandlung:

Die Nachbehandlung ist individuell nach Frakturtyp und der Art der Versorgung durchzuführen. Dauer der Arbeitsunfähigkeit und der Zeitpunkt der Wiederaufnahme der beruflichen und sportlichen Aktivität ist von der Verletzung und von dem gewählten Operationsverfahren abhängig.