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Rheumatische Arthritis

(Rheumatische Arthritis im Schulterbereich, arthroskopische Synovektomie)

Rheumatoide Arthritis

Das Schultergelenk wird zu mehr als 80% im Verlauf der rheumatoiden Arthritis befallen. Die operative Therapie orientiert sich am Verlauf der Erkrankung. Im Stadium der Gelenkentzündung mit vorwiegendem Befall der Gelenkschleimhaut, ist eine arthroskopisches Operation mit Entfernung der Gelenkschleimhaut (Synovia) und des entzündeten Schleimbeutels das Verfahren der Wahl. Schreitet die Erkrankung jedoch weiter fort und zerstört die Gelenkkörper, so sollte möglichst frühzeitig eine Prothese eingesetzt werden.

Abb. 1: Große Defekte (Erosionen, Zysten) im Knochen (Oberarmkopf) und stark ausgedünnte oder gerissene Rotatorenmanschette mit erheblicher Ergussbildung (helle Bereiche) und Ansammlung von entzündlichem Gewebe) bei rheumatoider Arthritis (Befund in Kernspintomografie) im Vergleich zu einem Normalbefund rechts.
Abb. 2: Zerstörung des Schultergelenkes bei der rheumatoiden Arthritis. Hierbei sind gleichermaßen die Gelenkflächen und die Rotatorenmanschette betroffen.
Abb. 3: Zottenförmig veränderte Gelenkschleimhaut an der Rotatorenmanschette und langen Bizepssehne, die mit einem motorgetriebenen Saugmesser abgetragen wird (=arthroskopische Synovektomie)

Arthroskopische Synovektomie (Entfernung der Gelenkschleimhaut)

Bei chronischen Entzündungen der Gelenke, die auf medikamentöse Behandlung (Basistherapie)  nicht ansprechen, ist eine Entfernung der entzündlichen Wucherungen der Gelenkschleimhaut (=Pannus), die Knorpel, Sehnen und Knochen zerstören, angezeigt. Diese Operation wird von uns nahezu ausschließlich arthroskopisch durchgeführt, um die spätere Einsteifung zu verhindern.

Wenn die rheumatische Erkrankung trotz Basistherapie fortschreitet, entwickelt sich ebenfalls eine Zerstörung der Gelenkflächen und des Knochens sowie der umgebenden Weichteile, wie der Rotatorenmanschette, zusätzlich kommen noch die Auswirkungen der Fehlsteuerung des Immunsystems und die Nebenwirkungen der Medikamente (wie z.B. Kortison) hinzu. Als Folge der schmerzbedingten Inaktivität und Osteoporose sind im Spätstadium oft wesentlich ungünstigere Ausgangsbedingungen für einen erfolgreichen Gelenkersatz als bei der primären Arthrose vorhanden. Dennoch entspricht die Auswahl der Implantate ähnlichen Prinzipien wie bei der primären Arthrose, der Rotatorendefektarthropathie oder Oberarmkopfnekrose