A A A

Operative Behandlung des Schultergelenkes

Das menschliche Schultergelenk garantiert ein hohes Maß an Beweglichkeit. Damit kann die Hand frei im Raum bewegt und eingesetzt werden. Um die Position im Raum genauestens zu erfassen und einzustellen hat die Natur dieses Gelenk mit einer sehr genauen  Feinsteuerung und perfekten neuromuskulären Kontrolle ausgestattet.

Abb. 1:
Die Schulter steht im Zentrum der Funktion des Armes und der Greiffunktion der Hand. Sie wird daher mit einer komplizierten Kette von Gelenken und Nebengelenken bewegt. Dadurch gewinnt sie ein Höchstmaß an Beweglichkeit, wird aber auch anfällig für Instabilitäten und Probleme der Aussteuerung der beteiligten Muskeln und Sehnen, die durch Überlastung und mechanische Irritationen reißen können. (aus: Gohlke F.: (2000): Biomechanik der Schulter. Orthopäde 29: 834-844)


Abb.2:
Darstellung einer rechten Schulter von vorne. Die Pfanne (Glenoid) wird schichtweise einsehbar, nachdem das Schlüsselbein und der Oberarm aus dem Blickfeld entfernt werden.

Die Rotatorenmanschette besteht aus 4 zusammenhängenden Muskeln, die vom Schulterblatt zum Oberarmkopf ziehen und dort mit ihren Sehnen ansetzen. Sie hebt den Arm seitwärts nach oben und nach oben, dreht ihn nach außen und innen und stabilisiert gleichzeitig das Gelenk.

Abb. 3:
Die Rotatorenmanschette und ihr Aufbau in Schichten (linke Schulter von der Seite gesehen).

Abb. 4:
Die Rotatorenmanschette umschließt dem Oberarmkopf wie eine Kappe. Wenn diese reißt, verschiebt sich der Kopf allmählich nach oben und gerät mit dem Schulterdach in Konflikt. Zwischen der Rotatorenmanschette und dem schulterdach (Akromion) befindet sich ein wichtiger Gleitraum (=subakromialer Spaltraum) in dem sich ein Schleimbeutel befindet der sich leicht entzünden kann (=Bursitis).