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Nervenkompressions­syndrome

(=chronische Einklemmung von Nerven am Ellenenbogengelenk)

Nervus ulnaris-Syndrom

(am Ellenbogen das häufigste)

Der N. ulnaris verläuft am Ellenbogen durch eine Engstelle am unteren Oberarm, dem Sulcus ulnaris. In diesem Bereich ist der Nerv sehr oberflächlich gelegen, was jeder schon einmal als "Musikantenknochen" erfahren hat. Hier kann der Nerv durch Weichteile chronisch eingeengt werden, was zu Gefühlsstörungen mit Kribbeln oder Taubheit führt.

Abb. 1: Aufsicht auf den Ellenbogen von innen (ulnar). Der N. ulnaris liegt hier in einem teils knöchernen teils bindegewebigen Kanal.
Abb. 2: Einengung des Speichennerven am Ellenbogen

Technik:

Ziel ist es, den Nerv aus seinen Einengungen zu befreien. Hierzu wird der Nerv oberhalb des Ellenbogens aufgesucht und aus seinem Bett herauspräpariert und weit nach unten verfolgt. Ist die Einengung sehr stark ausgeprägt wird der Nerv dann nach vorne verlagert und dort in einem Bett aus subkutanem Fettgewebe eingebettet.

Nachbehandlung:

Zweiwöchige Schonung und vorsichtiges Mobilisieren sind wichtig für eine gute Heilung. Arbeitsfähigkeit besteht nach 2-6 Wochen, je nach Schwere der Belastung des Arms. Die Rückkehr des Gefühls oder der motorischen Funktion hängt von de Dauer der präoperativen Beschwerden ab.

 

Andere Nervenkompressionssyndrome (N. radialis, N. medianus)

Diese sind vergleichsweise selten, können jedoch sowohl Schmerzen verursachen als auch zu Lähmungen der versorgten Muskulatur führen.