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Ellenbogenarthrose

Die Abnutzung der Knorpelflächen des Ellenbogengelenks kann ohne äußere Einwirkung entstehen (primäre Arthrose), durch schwere Tätigkeiten begünstigt werden (übermäßige Beanspruchung beim Sport wie Bodybuilding, Speerwerfen etc.) oder im Gefolge von Unfällen mit Knochenbrüchen oder  Infektionen auftreten.

Bei weniger stark ausgeprägten Veränderungen kann zur Verbesserung der Schmerzen und Bewegungseinschränkung eine arthroskopische Behandlung hilfreich sein (s. Arthroskopie Ellenbogengelenk). Erst bei Vorliegen von schweren Gelenkdeformitäten ist ein offener Eingriff zu bevorzugen.

Technik:

Bei der offenen Arthrolyse werden überstehende Knochenwülste (Osteophyten), die das Gelenk in den Endstellungen blockieren, abgetragen. Hierdurch erreicht man in der Regel eine Verbesserung der Beweglichkeit und eine Verminderung der Schmerzen. Erst in schweren Fällen und im höheren Lebensalter ist an eine Ellenbogenprothese zu denken. Grundsätzlich sollte die Indikation für den künstlichen Gelenkersatz mit Ausnahme der chronisch entzündlichen rheumatischen Erkrankungen (z.B. rheumatoide Arthritis) erst im höheren Alter gestellt werden, da erfahrungsgemäß gelenkerhaltende Maßnahmen lange erfolgreich sind.

Patienten, die an einer rheumatoiden Arthritis leiden, profitieren schon in jüngeren Jahren von der prothetischen Versorgung und neigen weniger zu Lockerungen der Implantate wie sehr aktive Patienten.

Nachbehandlung:

Ein vorübergehender Schutz (für 6 Wochen) durch eine Kunststoff-Orthese mit Klettverschlüssen ist wichtig. Aus dieser Orthese heraus wird bereits frühzeitig geübt. Die funktionelle Nachbehandlung dauert ca. 3 Monate bis ein zufrieden stellendes Ergebnis erreicht ist.