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Handchirurgie

Die Klinik für Handchirurgie verfügt über einen Krankenhausbereich mit Replantationszentrum, Tagesklinik, Stationen, Operationszentrum und Spezialambulanz sowie über eine Rehabilitationsabteilung. Die Klinik unterhält einen 24-stündigen Bereitschaftsdienst, der an sieben Tagen in der Woche einsatzbereit ist. Die Liegendanfahrt für Rettungsfahrzeuge sowie der Hubschrauberlandeplatz sind direkt mit dem Operationszentrum verbunden.

Kleinere Operationen werden in unserer Tagesklinik ambulant durchgeführt, größere Operationen stationär. Zur Klinik für Handchirurgie gehört auch eine Spezialambulanz, in der von niedergelassenen Ärzten oder von Ärzten anderer Kliniken überwiesene Patienten untersucht werden. Auf Wunsch niedergelassener Kollegen kann hier auch nach größeren handchirurgischen Eingriffen die Nachbetreuung erfolgen.

Unser Behandlungsspektrum umfasst sämtliche Verletzungen, angeborene sowie erworbene Erkrankungen der Hand und des Handgelenkes.

Behandlungsschwerpunkte unserer Klinik sind:

  • Speichenbruch am Handgelenk
  • Kahnbeinbruch
  • Skidaumen
  • Bänderrisse der Handwurzel
  • Nervenverletzungen
  • Strecksehnenabriss am Fingerendgelenk
  • Beugesehnenverletzungen

Folgen von Verletzungen

  • Motorische Ersatzoperationen bei Nervenlähmungen
  • Kahnbeinpseudarthrose

Angeborene Erkrankungen

  • Pollex flexus congenitus
  • Doppeldaumen
  • Syndaktylie
  • Polydaktylie
  • radiale und ulnare Klumphand
  • Daumenaplasie
  • Spalthand
  • Symbrachydaktylie
  • Makrodaktylie
  • Klinodaktylie
  • Kamptodaktylie

Weitere Informationen zu angeborenen Erkrankungen

Weitere Informationen zu angeborenen Erkrankungen

Angeborene Fehlbildungen der Hände sind selten. Für die Eltern des betroffenen Kindes stellen sie meist ein unerwartetes Ereignis dar. Trotz - oder gerade wegen - der Informationsflut aus dem Internet sind viele betroffene Eltern verunsichert. Es ist für Eltern schwer, wirklich verwertbare, neutrale Informationen über die Fehlbildung des Kindes und die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten zu erhalten und die Auswirkung der Fehlbildung auf den weiteren Lebensweg des Kindes einzuschätzen.

Da Fehlbildungen der Hände insgesamt selten sind und meist spezialisierte Behandlungsverfahren zum Einsatz kommen, ist in der Regel ein kompetenter Ansprechpartner mit ausreichend Erfahrung in der Behandlung kindlicher Fehlbildungen nicht unbedingt heimatnah in der Klinik verfügbar.

Ein frühzeitiges Beratungsgespräch bei einem in der Behandlung kindlicher Fehlbildungen erfahrenen Handchirurgen ist daher ratsam, um einerseits Ängste zu nehmen und andererseits die Folgen der Erkrankung für die weitere Entwicklung des Kindes zu besprechen. Im Rahmen eines solchen Beratungsgespräches sollte für jedes Kind ein individueller Behandlungsplan erstellt werden und ein  geeigneter Zeitpunkt für eine möglicherweise erforderliche Operation festgelegt werden. 

Die Entwicklung der Hände, zu der uns gewohnten Form während des Heranreifens eines Embryos, stellt einen äußerst komplexen Prozess dar. Geringste genetische Veränderungen können zu sehr auffälligen Formveränderungen und Fehlbildungen der Hände führen. Außer vererblichen Fehlbildungen gibt es sogenannte „Spontanmutationen“, d.h. Fehlbildungen, die bisher in der Familie noch nie vorkamen und für die auch kein erhöhtes Wiederholungsrisiko besteht.

Die Eltern eines Kindes mit einer Fehlbildung beschäftigt daher auch die Frage, ob für ein weiteres Kind oder auch die nachfolgende Enkelgeneration ein Wiederholungsrisiko besteht. Neben der Vorstellung beim Handchirurgen ist deshalb die Vorstellung der Familie bei einem Humangenetiker unter Umständen sinnvoll, um dieses Risiko besser abschätzen zu können.

Da insbesondere in den ersten Tagen nach der Geburt eines Kindes mit einer Handfehlbildung bei den Eltern viele Fragen auftauchen, die Vorstellung eines neugeborenen Kindes insbesondere bei langem Anfahrtsweg aber ein großes logistisches Problem darstellt, bieten wir betroffenen Eltern den Service einer Erstberatung per Telefon oder Email an.

Hierbei ist eine erste Kontaktaufnahme mit unserer Klinik per Email am sinnvollsten. Für eine erste Einschätzung wäre es hilfreich, ein Bild der betroffenen Hand (ggfs. auch ein Röntgenbild soweit vorhanden) und evtl. den Befund einer bereits auswärts erfolgten Untersuchung anzuhängen. Es versteht sich von selbst, dass diese Erstberatung nur einer ersten Einschätzung der Fehlbildung dient, bei der wir betroffenen Eltern jedoch bereits viele Tipps geben und Ängste nehmen können.

Für einen individuellen Behandlungsplan ist eine spätere persönliche Vorstellung des Kindes unerlässlich, diese ist aber in der Regel nach dem 6. Lebensmonat vollkommen ausreichend.

Gerne können Sie unseren Erstberatungsservice per Email nutzen, indem Sie Ihr Anliegen an folgende Email-Adresse senden: hafu@handchirurgie.de

Sie werden dann in der Regel durch den für Handfehlbildungen zuständigen Spezialisten zurückgerufen.

Angeborene Fehlbildungen

  • Fingergelenksarthrose
  • Daumen- Sattelgelenksarthrose

Degenerative Erkrankungen

  • Arthrosen der Fingergelenke
  • Sattelgelenksarthrose (Rhizarthrose)
  • Arthrose des Handgelenkes
  • Arthrose des distalen Radioulnargelenkes (Drehgelenk zwischen Elle und Speiche)

Sehnenscheidenengen

  • TVS (Tendovaginosis stenosans) de Quervain
  • Schnellender Finger/Daumen (Tendovaginosis stenosans)

Kompressionssyndrome der Nerven

  • Ganglion
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Dupuytren-Kontraktur
  • Lunatumnekrose (Kienböck-Erkrankung)
  • Rheumatide Arthritis oder Chronische Polyarthritis)
  • Infektionen an der Hand
  • Komplexes Regionales Schmerzsyndrom (CRPS), Algodystrophie

Wünschen Sie eine individuelle Untersuchung und Beratung in unserer Sprechstunde, ist eine telefonische Anmeldung über unser Sekretariat unter der Telefonnummer (09771) 66-2888 gerne möglich.

Öffnungszeiten:

Montag, Dienstag, Donnerstag

von 8.00 bis 17.30 Uhr 

Mittwochvon 8.00 bis 16.00 Uhr
Freitag von 8.00 bis 15.00 Uhr

Weitere Informationen finden Sie unter dem Punkt "Informationen für Patienten".