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Geschichte

Die Grundsubstanz der Gebäude am Standort der Herz- und Gefäß-Klinik GmbH Bad Neustadt wurden bereits 1972 fertig gestellt. Zu dieser Zeit beherbergten diese Gebäude eine Kurklinik mit umfangreichen physikalischen Einrichtungen, inklusive eines Bewegungsbades zur Rehabilitation und Stärkung der Gesundheit. Im Rahmen einer ersten Gesundheitsreform und der Ende der 70er Jahre angespannten Finanzlage im öffentlichen Sektor, bei der die Erstattungen von Kurmaßnahmen deutlich eingeschränkt wurden, waren die Kuranwendungen in der Bäderregion Rhön rückläufig. Die hierdurch frei werdenden Kapazitäten am Standort wurden für bundes- und landesgeförderte Programme zur Schulung und Bildung genutzt.

Auch wurde versucht, Bad Neustadt weiter für Freizeit und Tourismus zu öffnen. Auf Grund der Randlage in der damaligen Bundesrepublik befand sich der Standort aber in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld. In dieser Phase entwickelte der damalige Geschäftsführer des Standorts das Konzept zur akut-medizinischen Nutzung der Gebäude im kardiovaskulären Sektor und schuf damit die Voraussetzungen der heutigen Rhön-Klinikum AG.

Meilensteine:

1972 Fertigstellung der Grundsubstanz der Gebäude der späteren Herz- und Gefäß-Klinik GmbH Bad Neustadt als Kurklinik mit umfangreichen physikalischen Einrichtungen inklusive Bewegungsbad zur Rehabilitation und Stärkung der Gesundheit.
1977 - 1979Nutzung der Kapazitäten für Schulungsprogramme und Bildung aufgrund einer angespannten Finanzlage und der ersten Gesundheitsreform in der Bundesrepublik Deutschland (Einschränkung der Erstattung von Kurmaßnahmen). Entwicklung des Konzepts zur akutmedizinischen Nutzung der Gebäude im kardiovaskulären Bereich (Ursprung der heutigen RHÖN-KLINIKUM AG).
1982Aufnahme der Klinik in den bayrischen Krankenhausbedarfsplan mit 182 Betten.
1984Abschluss der Umbaumaßnahmen ohne Beanspruchung öffentlicher Fördermittel.
Inbetriebnahme der Herz- und Gefäß-Klinik mit dem ärztlichen Direktor Prof. Dr. med. Robert Hacker mit den Fachabteilungen Kardiochirurgie, Kardiologie und Anästhesie.
1985 - 1989Etablierung der Herz- und Gefäß-Klinik als eine der großen Kliniken für die Behandlung von Herz- und Kreislauferkrankungen in Deutschland durch operativen und katheterbasierten Behandlung der koronaren Herzerkrankung (zu dieser Zeit: Wartelisten mit hunderten von Patienten).
1985Erweiterung der Klinik um ein Erholungs- und Kommunikationszentrum für Patienten (Glaskuppel).
1991Erweiterung und Umbau des sogenannten „F-Bau“ als primäres Bettenhaus für die Fachabteilungen Kardiochirurgie und Kardiologie mit 196 Betten.
Erweiterung der Röntgenabteilung mit 2 MRT, 2, CT, 2 DAS-Anlagen.
Erweiterung des operativen und intensivmedizinischen Bereichs.
Einrichtung einer Intermediate Care-Station mit 42 Betten und von zweie Privatstationen mit 56 Betten.
Einrichtung eines dritten Herzkatheterplatzes.
Einrichtung einer Gefäßambulanz.
1992Eröffnung der angeschlossenen Klinik für Handchirurgie zur Behandlung von Funktionsstörungen der Hand, des Handgelenkes, Unterarmes und Ellenbogens.
1995Erweiterung des medizinischen Angebotes der Herz- und Gefäß-Klinik um die Fachabteilung Gefäßchirurgie. 
1998Inbetriebnahme des Gefäßzentrums in der Herz- und Gefäß-Klinik.
Gründung eines integrierten Herzzentrums, gemeinsam mit der Frankenklinik, einem Rehabilitationszentrum für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Gefäße und des Stoffwechsels..
Eröffnung eines Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, hinzu kam u. a. die radiologische Betreuung der Klinik für Handchirurgie, der Psychosomatischen Klinik sowie der Neurologischen Klinik Bad Neustadt.
2001Erweiterung der Radiologie um teleradiologische Betreuung weiterer Konzernkliniken (u. a. Konzernkliniken in Uelzen, Stolzenau, Hammelburg, Miltenberg- Erlenbach).
2002Verabschiedung des Gründungsvaters Prof. Dr. med. Robert Hacker in den Ruhestand.
Erste koronare Bypassoperation mit der  „Off-Pump-Methode“, eine Operationstechnik ohne Einsatz von Herz-Lungen-Maschinen.
2005Einrichtung des Stroke Angel-Programms in Zusammenarbeit mit der Neurologischen Klinik Bad Neustadt und den Rettungsdiensten der Region.
2006Erste erfolgreiche Implantation eines Herzunterstützungssystems.
2007Einrichtung eines anästhesiologischen Schulungs- und Simulationszentrums.
Zertifizierung als anerkanntes Gefäßzentrum Bad Neustadt durch die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG).
2008Einrichtung des Cardio Angel-Programms in Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten der Region.
Inbetriebnahme eines Medizinischen Versorgungszentrums am Standort Bad Neustadt, u. a. mit den Fachrichtungen Anästhesie, Chirurgie, Gynäkologie, Innere Medizin und Urologie.
Einrichtung einer kardiologischen ärztlichen 24h-Hotline für Zuweiser, Kollegen und Patienten zur Optimierung der Leistung als überregionales Versorgungszentrum. 
2009Umsetzung des Stroke Angel-Programms in Zusammenarbeit mit der Neurologischen Klinik Bad Neustadt und den Rettungsdiensten der Region.
Inbetriebnahme des neu gebauten Hybridoperationssaales mit der aktuell modernsten Angiographieanlage.
Einrichtung einer Herzinsuffizienzstation.