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Therapie der Gefäße der unteren Extremität

Aortoiliakale pAVK

Stenosen und kurzstreckige Verschlüsse der Beckenarterien werden einer Behandlung mittels Ballondilatation zugeführt, meist ergänzt durch eine sichernde Stentapplikation. Die 5-Jahres-Offenheits-Raten sind mit über 80% sehr gut. Ein spezielles Vorgehen ist die „kissing-ballon“-Technik bei proximalen Stenosen beider Aa. iliacae communes.

Femoropopliteale pAVK

Auch in der femoropoplitealen Etage werden Stenosen und kurzstreckige Verschlüsse primär interventionell mittels Ballondilatation therapiert. Zurückhaltend wird die Applikation von Stents in der A. femoris superficialis und insbesondere in der A. poplitea bewertet. Die Dilation führt zu 5-Jahres-Offenheits-Raten der Gefäße zwischen 60 und 70%.

Kruropedale pAVK

Der diabetische Fuß ist einer der Behandlungsschwerpunkte der Klinik für Gefäßchirurgie. Die interventionelle Radiologie wird deshalb in hoher Frequenz mit der Dilatation und Rekanalisation der Kruralarterien mittels Mikrokatheter betraut. Hierdurch können Ulzera trotz der schlechteren Gefäßoffenheitsraten häufig zum Abheilen gebracht werden.

Mehretagen-pAVK

Multilokuläre Stenosen erfordern in enger Absprache zwischen den Kliniken für Radiologie und Gefäßchirurgie ein differenziertes Vorgehen mittels Intervention, Operation oder mittels Kombinationstherapie. In der Behandlungsreihenfolge werden zuerst die proximalen Okklusionen zur Verbesserung des peripheren Einstroms behandelt.

Embolie der Beinarterien

In Absprache mit der Klinik für Gefäßchirurgie führen wir eine lokale Lysetherapie dann durch, wenn ein operatives Fogarty-Manöver nicht in Frage kommt. Die Behandlungsergebnisse sind bei frischen Embolien am besten. Bei der häufigen kompettierenden Thrombose der arteriellen Verschlusskrankheit wird die zugrunde liegende Stenose anschließend dilatiert.

Pseudoaneurysma der A. femoralis

Ein spontanes oder postpunktionell-iatrogenes Aneurysma falsum der A. femoralis kann bei schmalem Aneurysmahals interventionell ausgeschaltet werden. Hierzu wird das Aneurysma unter Ultraschallsicht punktiert und mit einem Fibrinkleber gefüllt. Aneurysmen mit breitem Hals müssen operativ versorgt werden.