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MRT des Kopfes und der Wirbelsäule

Methode

Die MRT basiert auf der Magnetisierbarkeit von Wasserstoffkernen und liefert Scheibchenbilder vom menschlichen Körper. Im Magnetfeld des Gerätes werden die Wasserstoffkerne zuerst ausgerichtet, dann durch Einstrahlen eines Hochfrequenzimpulses in einen Anregungszustand versetzt und schließlich deren Rückkehr in den Ausgangszustand („Relaxation“) messtechnisch aufgezeichnet. Werden dem Untersuchungsvolumen dreidimensionale Gradientenfelder überlagert, können während des Relaxationsvorgangs kontrastreiche Bilder mit anatomischer Information aus dem Körper aufgezeichnet werden. Durch intravenös verabreichtes Kontrastmittel werden der Bildkontrast gesteigert und krankhafte Durchblutungen besser erkannt.

Notwendigkeit

Die Notwendigkeit (Indikation) zur MRT des Kopfes oder der Wirbelsäule bespricht der behandelnde Arzt mit dem Radiologen. Die MRT-Diagnostik dient zur Abklärung von Durchblutungsstörungen sowie von degenerativen, entzündlichen und tumorösen Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Zur Diagnostik von subakuten und chronischen Erkrankungen des Kopfes und der Wirbelsäule gilt die MRT als die bildgebende Untersuchungsmethode der Wahl.

Vorbereitung

Patienten mit ferromagnetischen Implantaten und Herzschrittmachern können mittels MRT nicht untersucht werden. Bei Patienten über 50 Jahren oder bei bekannten Nierenerkrankungen müssen aktuelle Laborwerte vorliegen (Kreatinin, GFR). Der zuweisende Arzt oder der Radiologe klärt den Patienten über die MRT-Untersuchung auf. Wegen der Kontrastmittelgabe ist eine Nüchternheit von 3 Stunden vor der Untersuchung notwendig. Zur Untersuchung  müssen metallhaltige Kleidungsstücke, Uhren und Schmuck abgelegt werden, ebenso Scheckkarten. Es wird eine Verweilkanüle in eine Armvene gelegt.

Durchführung

Die MRT-Untersuchung wird in Rückenlage durchgeführt. Zur Untersuchung des Kopfes wird zuerst eine helmartige Empfangsspule über dem Kopf platziert. Diese ermöglicht eine freie Sicht aus der Geräteöffnung. Bei Wirbelsäulenuntersuchungen werden die Empfangsspulen über dem Hals, der Brust und/oder dem Bauchraum angebracht. Danach wird der MRT-Scan mit Planungsbildern gestartet. Mit unterschiedlichen Meßvorschriften werden Schichtblöcke in den drei Raumebenen erstellt, zuerst ohne, dann mit Kontrastmittelgabe, wobei in der Wirbelsäulendiagnostik häufig auf das Kontrastmittel verzichtet werden kann. MRT-Untersuchungen dauern zwischen 25 und 30 Minuten.

Risiken

Wir befragen Frauen im gebärfähigen Alter nach einer Schwangerschaft, wo eine gewisse Vorsicht mit der MRT geboten ist. Darüber hinaus weist die MRT selber keinerlei Risiken und Nebenwirkungen auf. In sehr seltenen Fällen wird das gadoliniumhaltige Kontrastmittel nicht vertragen. Tritt ein solcher Fall ein, ergreifen wir alle notwendigen Gegenmaßnahmen.

Befundung

Die Interpretation der MRT-Bilder erfolgt in engem Kontext mit den klinischen Befunden durch einen Facharzt für Radiologie. Der MRT-Befund wird digital in der elektronischen Patientenakte unserer Klinik archiviert und zusätzlich als Papierausdruck übermittelt.

Archivierung

Die digitalen MRT-Bilder werden elektronisch in unserem PACS-System archiviert. Bei Bedarf (Tel. 09771-662507) brennen wir die MRT-Bilder (einschließlich einer Viewer-Software) auf eine CD-ROM.