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Hirntumoren

Nichtneoplastische Zysten

Sie werden meist als Zufallsbefund in der CT- oder MRT-Diagnostik gefunden. Charakteristisch sind ihr liquordichter Inhalt sowie die bevorzugte Lokalisation in den frontalen Hirnabschnitten. Nach Kontrastmittelgabe findet sich weder ein zentrales noch ein peripheres Enhancement. Zystische Hirntumoren müssen differenzialdiagnostisch abgegrenzt werden.

Meningeome

Die extraaxialen Tumoren gehen von den Hirnhäuten aus. Deshalb kann in der kontrastmittelverstärkten CT und MRT eine breite Basis zu den Meningen in Form eines „meningeal tail sign“ nachgewiesen werden. Meist weisen sie eine kräftige Kontrastmittelaufnahme auf. Häufig finden sich fokale oder diffuse Kalzifikationen in den Meningeomen.

Nervenscheidentumoren

Ausgangsort können alle Hirnnerven sein, bevorzugt jedoch der N. vestibulocochlearis ohne oder mit Assoziation zur Neurofibromatose. Die glatt begrenzten Tumoren weisen ein kräftiges Kontrastmittelenhancement auf. Große Akustikusneurinome führen zur Aufweitung des inneren Gehörgangs sowie zur Kompression des Hirnstamms.

Maligne hirneigene Tumoren

Ihr Erscheinungsbild variiert stark in Abhängigkeit von der Tumorentität und von deren Differenzierungsgrad. Höhergradig maligne Tumore wie das Astrozytom III sowie das Glioblastom weisen ein irreguläres, peripheres Enhancement, zentrale Nekrosen und ein perifokale Ödem auf. Niedergradige Hirntumoren sind meist weniger stark vaskularisiert.

Hirnmetastasen

Sie werden entweder im Rahmen des Tumorstagings bei bekanntem Primärtumor detektiert oder als Zufallsbefund ohne gravierende Symptome bei anderer Indikation zur Bildgebung. Hirnmetastasen können unterschiedlich stark vaskularisiert sein und ein perifokales Ödem aufweisen. Wegweisend für die Diagnostik von Hirnmetastasen ist ihre Multilokalität.

Hypophysentumoren

Beste Nachweismethode ist die MRT, bei Mikroadenomen verbunden mit einer zeitaufgelösten Anflutungstechnik, wo sich in der Frühphase die Mikroadenome hypointens darstellen. Wichtig bei Makroadenomen ist die Ausbreitungsdiagnostik zum Chiasma opticum sowie zu den Inhaltsstrukturen des Sinus cavernosus und zur A. carotis interna.