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Entzündliche Hirnerkrankungen

Multiple Sklerose

Die Entmarkungsherde im Neurokranium und Rückenmark werden mit der MRT nachgewiesen, ihre Aktivität anhand der Kontrastmittelaufnahme. Typische Manifestationen sind der Unterrand des Corpus callosum, die periventrikulären Abschnitte der Großhirnhemispähren in Form longitudinal ausgerichteter Plaques (Dawson-Zeichen) und der Hirnstamm.

Erregerbedingte Enzephalitis

Ihr Nachweis sowie die Größenausdehnung wird mit der kontrastmittelverstärkten MRT vorgenommen. Auf den zugrundeliegenden Erreger kann anhand bildgebender Kriterien in der Regel nicht zurückgeschlossen werden. Für nur wenige Entitäten, z. B. die temporal lokalisierte Herpes-Enzephalitis und die Toxoplasmose, gibt es charakteristische Bildmuster.

Hirnabszess, -empyem

Die zentrale Abszesskolliquation von entzündlich verändertem Hirngewebe kann sowohl in der Magnetresonanztomographie als auch mit der kontrastmittelverstärkten CT dargestellt werden. Charakteristisch sind das verflüssigte Zentrum sowie die kontrastmittelaufnehmende Periphere der Läsion. Die Differenzialdiagnose umfasst die malignen Hirntumoren.

Meningitis

Die meisten der Meningitisformen entgehen der bildgebenden Diagnostik. Bei ausgeprägten Befunden findet sich eine flächenhafte Kontrastmittelanreicherung an den Meningen. Als charakteristisch gilt die tuberkulöse Meningitis, die zu verdickten und kontrastmittelaufnehmenden Meningen an der Schädelbasis führt.