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Kardiomyopathien

Dilatative Kardiomyopathie

Zur Bestimmung der kardialen Funktionsparameter ist die MRT die Untersuchungsmethode der Wahl. Durch den Nachweis von myokardialen Narben in der „late-enhancement“-Sequenz kann mit der MRT überprüft werden, ob der Herzdilatation ursächlich eine Myokarditis zugrunde gelegen hat. Das Verfahren weist zu dem Klappeninsuffizienzen infolge von Ringdilatationen nach.

Restriktive Kardiomyopathie

Durch die Abbildung des Herzmuskels und dessen diastolischer Relaxationsbewegung sowie der Herzvorhofgröße und der Perikarddicke können restriktive Störungen in der MRT nachgewiesen und häufig auch ätiologisch eingegrenzt werden. Bei der Pericarditis constrictiva kann das verdickte Perikard gegenüber dem Myokard in EKG-getriggerten CT abgegrenzt werden.

Hypertrophe Kardiomyopathie

Die MRT erlaubt nicht nur die exakte Bestimmung der Myokarddicke, sondern lässt im Falle einer Hypertrophie auch Aussagen zu Funktionsstörungen der Mitralklappe und des linksventrikulären Ausflusstraktes zu. Hierdurch gelingt die Differenzierung der obstruktiven gegenüber der nichtobstruktiven Hypertrophieform. Häufig finden sich Myokardnarben.

Arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie

Bildgebende Kriterien des mit Arrhythmien einhergehenden Krankheitsbildes sind Dyskinesien und der Nachweis von Fettgewebseinschlüssen in der Wand des rechten Ventrikels. Die gewebliche Zusammensetzung der Herzwand wird in T1- und  T2-gewichteten „black-blood“-Sequenzen, das kardiale Bewegungsmuster in Cine-Sequenzen der MRT vorgenommen.