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Herzklappenerkrankungen

Trikuspidalklappeninsuffizienz

Sie kann sich als primäre Klappeninsuffizienz sowie sekundär bei Ringdilatation durch vergrößerte rechtsseitige Herzhöhlen manifestieren. Der Regurgitationsjet an der Tricuspidalklappe kann häufig bereits in den Cine-Sequenzen gesehen werden, besser jedoch in der Phasenkontrast-Technik, die eine exakte Quantifizierung der Regurgitationsfraktion erlaubt.

Pulmonalklappenstenose

Die seltene Pulmonalklappenstenose kann visuell in der Cine-MRT visualisiert werden. In der klappenparallelen Ebene kann auch die Klappenöffnungsfläche bestimmt. Der transvalvuläre Druckgradient lässt sich in der Phasenkontrast-Untersuchung annäherungsweise mit der modifizierten Bernoulli-Gleichung bestimmen.

Mitralklappeninsuffizienz

Die exakte Quantifizierung des Regurgitationsvolumens kann mit der Phasenkontrast-Technik vorgenommen werden. Aufgrund der komplexen Klappenanatomie ist die Quantifizierung aus der Differenz von den rechtsventrikulären und linksventrikulären Schlagvolumina genauer als die Phasenkontrast-Direktmessung in der Mitralklappenebene.

Aortenklappenstenose

Die Klappenmorphologie ist sowohl mit der zeitaufgelösten Kardio-CT als auch mit der Kardio-MRT möglich. Die Aussagen betreffen die Klappenmorphologie als auch die Berechnung der Klappenöffnungsfläche. Selten wird die Bestimmung des transvalvulären Druckgradienten mittels der modifizierten Bernoulli-Gleichung in der Phasenkontrast-Technik notwendig.

Aortenklappeninsuffizienz

Mittels Kardio-MRT kann die Klappenmorphologie als auch die Weite der häufig aneurysmatisch veränderten Aorta thoracica ascendens exakt bestimmt werden. Das Regurgitationsvolumen kann sowohl mittels Direktmessung in der Klappenebene als auch aus der Differenz zwischen rechtsventrikulären und linksventrikulären Schlagvolumina bestimmt werden.