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Computertomographie des Herzens

Methode

Es werden synchron zum Herzschlag Scheibchenbilder vom Herzen mit Hilfe von Röntgenstrahlen erstellt. Die Schichtdicken können zwischen 0,5 und 1mm variieren. Die Untersuchung erfolgt mit einem Computertomographen, innerhalb dessen die Röntgenröhre und das gegenüberliegende Detektorsystem um den Patienten rotieren. Auf dem Untersuchungstisch liegend, wird der Patient während des Scanvorgangs in Atemstillstand kontinuierlich durch die tunnelförmige Geräteöffnung bewegt. Aus den Informationen des fächerförmigen Abtastvorgangs werden die computertomographischen Bilder errechnet. Ein intravenöses Röntgenkontrastmittel wird immer verabreicht.

Notwendigkeit

Die Notwendigkeit (Indikation) zur CT-Untersuchung des Herzens bespricht der behandelnde Arzt mit dem Radiologen in Abwägung anderer Untersuchungsmethoden (Echokardiographie, Magnetresonanztomographie, Katheterangiographie). Die Herz-CT-Untersuchung dient der Erkennung von arteriosklerotischen Einengungen der Herzkranzgefäße im Rahmen der koronaren Herzkrankheit (KHK) sowie zum Nachweis von angeborenen Anomalien der Herzkranzgefäße.

Vorbereitung

Wegen der Kontrastmittelgabe ist eine Nüchternheit von mindestens 3 Stunden erforderlich. Desweiteren setzt das Einbringen des jodhaltigen Kontrastmittels die Kenntnis der aktuellen Schilddrüsen- und Nierenfunktion voraus. Bei ambulanter Untersuchung sollten deshalb die aktuellen Laborwerte (T3- und T4-Wert, TSH, Kreatinin, GFR) mitgebracht werden. Der zuweisende Arzt oder der Radiologe klärt den Patienten über die CT-Untersuchung eingehend auf und bittet ihn um sein schriftliches Einverständnis.

Durchführung

Die Untersuchung beginnt mit dem Legen einer Venenverweilkanüle in eine Armvene und dem Aufkleben von EKG-Ableitungen auf der Brust. Es folgt die Patientenlagerung auf dem CT-Tisch mit hinter den Kopf erhobenen Armen. Danach wird ein Planungsbild aufgenommen. Im ersten Schritt wird ohne Kontrastmittelgabe die Höhe der Kalklast an den Herzkranzgefäßen bestimmt. Im zweiten Schritt wird das Kontrastmittel injiziert und gleichzeitig der CT-Scanvorgang gestartet. Hierzu fordert die Röntgenassistentin zu einer tiefen Inspiration mit Atemanhalten für wenige Sekunden auf. Die CT-Untersuchung dauert für den Patienten nur wenige Minuten. Es schließen sich die computergestützte Bildberechnung mit Anfertigen von Gefäßbildern und die Funktionsauswertung des Herzens an.

Risiken

Wir befragen Frauen im gebärfähigen Alter nach einer Schwangerschaft. Die Strahlendosis bei der Herz-CT ist wegen der Untersuchung in den verschiedenen Herzphasen durchaus beträchtlich und liegt in einem Bereich zwischen 5 und 15 mSv. Die Indikation wird deshalb sorgfältig abgewogen. Wir verwenden moderne („nichtionische“) Kontrastmittel, bei denen es nur selten (in weniger als 1% aller Untersuchungen) zur allergischen Unverträglichkeitsreaktion kommt. Tritt ein solcher Fall ein, ergreifen wir alle notwendigen Gegenmaßnahmen.

Befundung

Die Interpretation der Herz-CT-Bilder erfolgt in engem Kontext mit den klinischen Befunden in einer Besprechung durch zwei Fachärzte aus den Bereichen Radiologie und Kardiologie. Wegen der großen Datenmenge von mehreren 1000 Bildern kann der Befundvorgang Zeit in Anspruch nehmen. Der CT-Befund wird digital in der elektronischen Patientenakte unserer Klinik archiviert und zusätzlich als Papierausdruck übermittelt.

Archivierung

Die digitalen CT-Bilder werden elektronisch in unserem PACS-System archiviert. Bei Bedarf (Tel. 09771-662507) brennen wir die CT-Bilder (einschließlich einer Viewer-Software) auf eine CD-ROM.