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Weichteilverletzungen

Sehnenrupturen

Sehnenrupturen können sowohl mit der hochaufgelösten Sonographie als auch mit der kontrastmittelverstärkten MRT nachgewiesen werden. Ziel ist die Lokalisation der Rupturstelle sowie das Ausmaß der Sehnenretraktion nach proximal. Die dynamische Sonographie ermöglicht die Differenzierung einer Reruptur gegenüber der Sehnenscheidenadhäsion , die MRT hat Vorteile in der Diagnostik des Extensorenapparates.

Kollateralbandläsionen

Am Daumengrundgelenk lässt sich die Ruptur des ulnaren Seitenbands („Skidaumen“) mit der hochaufgelösten Sonographie nachweisen, insbesondere gelingt anhand des „Jojo-Zeichens“ der Nachweis einer Stener-Läsion. An den Grundgelenken II bis IV hat die kontrastmittelverstärkte MRT Vorteile gegenüber dem hier schwer durchführbaren Ultraschall.

Skapholunäre Dissoziation

Die statische Dissoziation wird in den Röntgenprojektionen, die dynamische Dissoziation in der Kinematographie und  MRT (direkte Banddarstellung) nachgewiesen. Bei frischen Bandrupturen kommt es zur fokalen Kontrastmittelanreicherung. Die exakte Abgrenzung der einzelnen Bandsegmente gelingt mit der MR-Arthrographie und CT-Arthrographie.

Lunotriquetrale Dissoziation

Die lunotriquetrale Instabilität ist vergleichsweise selten und ist dann häufig mit einer Läsion des ulnokarpalen Komplexes vergesellschaftet. Die statische Form ist durch die PISI-Rotationsfehlstellung gekennzeichnet. Wegen der geringen Bandgröße im Submillimeterbereich erfolgt der direkte Rupturnachweis am besten mit der CT- oder MR-Arthrographie.

Sonstige Instabilitäten

Von Bedeutung ist die radiokarpale und mediokarpale Instabilität sowie die ulnare Translokation. Mittels Kinematographie gelingt die Abgrenzung der lunotriquetralen (dissoziativen) Form gegenüber der mediokarpalen (nichtdissoziativen) Form. Die Schnittbildverfahren sind in der Diagnostik der mediokarpalen Instabilität nicht zielführend.

Läsionen des ulnokarpalen Komplexes (TFCC)

Häufig sind sie Ursache für Beschwerden am ulnarseitigen Handgelenk. Zentrale Läsionen im avaskulären Bereich werden in der hochaufgelösten MRT anhand eines Defekts im Discus ulnocarpalis erkannt, periphere Ligamentrupturen anhand einer fokalen Kontrastmittelaufnahme im akuten und subakuten Stadium. In Zweifelsfällen wird die MR-Arthrographie mit 3D-Datensätzen im Submillimeterbereich durchgeführt.