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Frakturen der Hand

Radiusfraktur

Die Abklärung beginnt stets mit zwei Röntgenprojektionen in Neutralstellung. Bei intraartikulären Radiusfrakturen führen wir eine CT-Diagnostik zur Bestimmung des Frakturausmaßes durch (Fragmentanzahl, Dislokation, Gelenkflächenzerstörung). Innovativ ist die CT-Arthrographie, die wir zum Rupturnachweis der intrinsischen Ligamente durchführen.

Skaphoidfraktur

Wir beschränken die Röntgenprojektionen auf drei Aufnahmen (dorsopalmare, seitliche und Stecher-Projektion). In unklarer Situation sowie zum Frakturstaging erfolgt im nächsten Schritt die hochaufgelöste CT in schrägsagittaler Orientierung parallel zur Längsachse des Skaphoids. Nur in zweifelhaften Fällen kommt die MRT zur Frakturdetektion zum Einsatz.

Skaphoidpseudarthrose

Zur Erfassung der morphologischen Umbauvorgänge bei der Skaphoidpseudarthrose ist die CT die Untersuchungsmethode der Wahl. Nach der eigenen Klassifikation werden vier Stadien unterschieden: I = Resorptionszonen, II = Resorptionszysten, III = Abdeckelung und Sklerosierung, IV = Arthrosis deformans. Die CT weist häufig die sog. „humpback“-Deformität nach.

Sonstige Handwurzelfrakturen

In der konventionellen Röntgendiagnostik wird das Gesamtausmaß von isolierten oder kombinierten Verletzungen an den übrigen Handwurzelknochen häufig unterschätzt. Zur exakten Diagnostik von isolierten oder kombinierten Frakturen und Subluxationen ist die hochaufgelöste CT mit Bildrekonstruktion in den drei Raumebenen bestens geeignet.

Perilunäre Luxationsfrakturen

Persistierende Gefügestörungen nach perilunärer Verletzung werden in den konventionellen Projektionen erfasst. Die häufig vorhandenen ossären Avulsionsfrakturen lassen sich am sichersten mit der hochaufgelösten CT nachweisen. Zur direkten Ligament- und TFCC-Darstellungen  kommen auch die CT- oder MR-Arthrographie zum Einsatz.

Mittelhandfrakturen

Basis der Diagnostik sind die konventionellen Projektionen in drei Ebenen (dorsopalmar, schräg, seitlich). Die hochaufgelöste CT kommt dann zum Einsatz, wenn karpometakarpale Luxationsfrakturen oder komplexe Frakturen der Kondylen mit Gelenksbeteiligung vorliegen. Mit der CT wird das komplette Ausmaß der CMC- und MP-Gelenkflächenzerstörung erfasst.

Fingerfrakturen und -luxationen

Ihr Nachweis gelingt in der Mehrzahl der Traumen mit den konventionellen Projektionen, wobei die Zentrierung auf das betroffene Gelenk in dorsopalmarer und streng seitlicher Projektion entscheidend ist. In zweifelhaften Fällen sind Schrägprojektionen, bei komplexen intraartikulären Frakturen die hochaufgelöste CT mit 3D-Darstellung zielführend.