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Entzündliche Erkrankungen

Weichteil- und Sehnenscheidephlegmone und -abszesse

Weichteilinfektionen werden mit der kontrastmittelverstärkten MRT in ihrer Ausdehnung exakt erfasst, insbesondere gelingt die Zuordnung zu den Kompartimenten der Hand sowie der longitudinalen Ausdehnung einer Sehnenscheidenphlegmone. Bei zentraler Kolliquation des Entzündungsareals liegt ein chirurgisch sanierungswürdiger Abszess vor.

Bakterielle Arthritis

Die Entzündungsausdehnung einer fortgeleiteten oder hämatogenen Arthritis kann mit der kontrastmittelverstärkten MRT genau bestimmt werden. Knöchenmarksödeme, Weichteilhyperämien sowie Knorpelarrosionen werden in der MRT früher nachgewiesen als in der Projektionsradiographie, die erst nach vier Wochen ossäre Läsionen aufzeigt.

Osteomyelitis

Im Frühstadium einer Osteomyelitis findet sich in der MRT ein Knochenmarksödem sowie ein Hyperenhancement. Sequester sowie umgebende Totenladen lassen sich sowohl mit der MRT als auch mit der hochaufgelösten CT nachweisen. Die Bildgebung muss den Nachweis von Fistelgängen und Infiltrationen der umgebenden Weichteile einschließen.

Rheumatoide Arthritis

Die Entzündungsdiagnostik der Hand- und Fingergelenke und deren Stadieneinteilung erfolgen konventionell radiologisch anhand von Kollateralband-, Erosions- und Mutilationszeichen. Die MRT weist Pannusgewebe, Knochenmarksödeme sowie Knorpeldestruktionen nach. Anhand der Kontrastmittelaufnahme kann der Krankheitsverlauf unter Therapie beurteilt werden.

Sonstige Arthritiden

Das artikuläre Verteilungsmuster der zugrundeliegenden Entzündung lässt in Verbindung mit dem Destruktionstyp häufig eine Entitätszuordnung zu. Spezielle Röntgenzeichen finden sich für die rheumatoide Arthritis, für die Vielzahl der seronegativen Spondylarthritiden sowie für die Kollagenosen. Es gelten die MRT-Kriterien der rheumatoiden Arthritis.