A A A

Degenerative Erkrankungen

Handgelenksarthrosen

Der Nachweis fortgeschrittener Arthrosen gelingt mit der Röntgendiagnostik. Charakteristische Arthrosenformen sind die SLAC-Wrist bei der skapholunären Dissoziation sowie die SNAC-Wrist als Folge einer Skaphoidpseudarthrose. Chondropathien werden mit knorpelsensitiven MRT-Sequenzen, initiale Arthrosen mit der hochaufgelösten CT nachgewiesen.

Degeneration des ulnokarpalen Komplexes (TFCC)

Die Abgrenzung degenerativer von traumatischen Läsionen des TFCC gelingt weder bildgebend, noch arthroskopisch, zumal häufig kombinierte Läsionen vorliegen. Topographisch kann in der MRT (kontrastmittelverstärkt oder als MR-Arthrographie) die Lokalisationsbestimmung von zentralen gegenüber peripheren Degenerationsformen vorgenommen werden.

Ulnokarpales Impaction-Syndrom

Die Neoartikulation zwischen Ulnakopf und ulnarseitiger Handwurzel manifestiert sich typischerweise bei einer Ulna-Plusvarianz gesehen, kann aber auch bei Neutral- oder Minusvarianz der Ulna auftreten. Die Signalstörung ist am Lunatum ulnarseitig lokalisiert und muss differentialdiagnostisch gegenüber einer Lunatumnekrose abgegrenzt werden.

Daumensattelgelenksarthrose (Rhizarthrose)

Die häufige Arthrosenform des Alters wird bildgebend in der Regel konventionell radiologisch nachgewiesen. Eingeschlossen werden muss die Nachbarschaftsdiagnostik in an den STT- und übrigen Handwurzelgelenken, wo sich häufig Begleitarthrosen und Instabilitäten nachweisen lassen. Eine Schnittbilddiagnostik ist in der Regel nicht indiziert.

Fingergelenksarthrosen

Die Arthrosen der proximalen und distalen Interphalangealgelenke (Bouchard bzw. Heberden-Arthrosen) werden mit den Röntgenprojektionen nachgewiesen. Entscheidend ist die exakt seitliche, auf das Gelenk zentrierte Aufnahme. Bei Begleitaffektionen der Kollateralbänder oder der Extensorenhaube wird eine hochaufgelöste MRT durchgeführt.

Tendovaginosen

Im Rahmen einer chronisch-repetitiven Überlastung können sich Flüssigkeitsverhalte in den Sehnenscheiden manifestieren. Ihr einfacher Nachweis gelingt mit der hochaufgelösten Sonographie. Im osteofibrösen Tunnel der FCR-Sehne sowie zum Nachweis einer begleitenden Tendinitis ist die kontrastmittelverstärkte MRT der Sonographie überlegen.