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Magnetresonanzangiographie

Methode

Die MRT basiert auf der Magnetisierbarkeit von Wasserstoffkernen und liefert Scheibchenbilder vom menschlichen Körper. Im Magnetfeld des Gerätes werden die Wasserstoffkerne zuerst ausgerichtet, dann durch Einstrahlen eines Hochfrequenzimpulses in einen Anregungszustand versetzt und schließlich deren Rückkehr in den Ausgangszustand („Relaxation“) messtechnisch aufgezeichnet. Werden dem Untersuchungsvolumen dreidimensionale Gradientenfelder überlagert, können während des Relaxationsvorgangs kontrastreiche Bilder mit anatomischer aus dem Körper aufgezeichnet werden. Durch intravenös verabreichtes Kontrastmittel werden die Gefäße kontrastreich und diagnostisch verwertbar dargestellt.

Notwendigkeit

Die Notwendigkeit (Indikation) zur Magnetresonanzangiographie bespricht der behandelnde Arzt mit dem Radiologen. Die MRA ist aufgrund der fehlenden Invasivität die Untersuchungsmethode der ersten Wahl in der Erkennung und Bestimmung des Ausmaßes von Gefäßeinengungen, -verschlüssen oder -aussackungen im Rahmen arteriosklerotischer, entzündlicher oder embolischer Erkrankungen.

Vorbereitung

Patienten mit ferromagnetischen Implantaten und Herzschrittmachern können mittels MRT nicht untersucht werden. Bei Patienten über 50 Jahren oder bei bekannten Nierenerkrankungen müssen aktuelle Laborwerte vorliegen (Kreatinin, GFR). Der zuweisende Arzt oder der Radiologe klärt den Patienten über die MRT-Untersuchung auf. Wegen der Kontrastmittelgabe ist eine Nüchternheit von drei Stunden vor der Untersuchung notwendig. Vor der Untersuchung  müssen metallhaltige Kleidungsstücke, Uhren und Schmuck abgelegt werden, ebenso Scheckkarten. Es wird eine Verweilkanüle in eine Armvene gelegt.

Durchführung

Die Untersuchung wird in Rückenlage durchgeführt. Zur Erzielung einer bestmöglichen Bildqualität werden über der Untersuchungsregion Empfangsspulen platziert, z.B. über beiden Beinen oder im Hals-Kopf-Bereich. Danach wird der MRA-Scan mit Planungsbildern gestartet. Gegebenenfalls muss der Patient während der Meßzeiten den Atem anhalten, wozu die Röntgenassistentin Atemkommandos gibt. Es werden Schichtblöcke in den drei Raumebenen erstellt, zuerst ohne, dann mit Kontrastmittelgabe. MRA-Untersuchung dauert ca. 20 Minuten. Nach Untersuchungsende werden die MRA-Gefäßbilder computergestützt aus den 3D-Datensätzen berechnet.

Risiken

Wir befragen Frauen im gebärfähigen Alter nach einer Schwangerschaft, wo eine gewisse Vorsicht mit der MRT geboten ist. Darüber hinaus weist die MRA selber keinerlei Risiken und Nebenwirkungen auf. In sehr seltenen Fällen wird das gadoliniumhaltige Kontrastmittel nicht vertragen. Tritt ein solcher Fall ein, ergreifen wir alle notwendigen Gegenmaßnahmen.

Befundung

Die Interpretation der MR-angiographischen Bilder erfolgt in engem Kontext mit den klinischen Befunden durch einen Facharzt für Radiologie. Der MRA-Befund wird digital in der elektronischen Patientenakte unserer Klinik archiviert und zusätzlich als Papierausdruck übermittelt.

Archivierung

Die digitalen MRA-Bilder werden elektronisch in unserem PACS-System archiviert. Bei Bedarf (Tel. 09771-662507) brennen wir die MRT-Bilder (einschließlich einer Viewer-Software) auf eine CD-ROM.