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Computertomographie der Bauchorgane

Methode

Es werden von der Untersuchungsregion Scheibchenbilder mit Hilfe von Röntgenstrahlen erstellt. Die Schichtdicken können zwischen 0,5 und 5mm variieren. Die Untersuchung erfolgt mit einem Computertomographen, innerhalb dessen die Röntgenröhre und das gegenüberliegende Detektorsystem um den Patienten rotieren. Auf dem Untersuchungstisch liegend, wird der Patient während des Scanvorgangs kontinuierlich durch die tunnelförmige Geräteöffnung bewegt. Aus den Informationen des fächerförmigen Abtastvorgangs werden die computertomographischen Bilder errechnet. Meist ist die intravenöse Gabe eines Röntgenkontrastmittels notwendig.

Notwendigkeit

Die Notwendigkeit (Indikation) zur CT der Bauchorgane bespricht der behandelnde Arzt mit dem Radiologen. Die CT-Diagnostik dient in erster Linie zur Erkennung von Erkrankungen der weichgewebigen Bauchorgane (Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren etc.) und des Darmes, wenn eine Entzündung, Durchblutungsstörung (z.B. Darmarterienverschluss), eine Tumorerkrankung oder eine Aussackung der Bauchschlagader (Aneurysma) vermutet werden. Vor der CT-Untersuchung wird häufig eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes durchgeführt.

Vorbereitung

Beste Untersuchungsbedingungen liegen vor, wenn der Darminhalt über 2 Tage mit Abführmitteln entleert und der Magen-Darm-Trakt 1 ½ Stunden vor der CT-Untersuchung mit einer Kontrastmittellösung angereichert ist. Hierzu muss der Patient eine Kontrastmittelmenge von 1,5 Litern trinken. Wegen der zusätzlichen Kontrastmittelgabe über eine Vene dürfen feste Speisen nur bis 3 Stunden vor Untersuchungsbeginn eingenommen werden. Das Einbringen des jodhaltigen Kontrastmittels setzt die Kenntnis der aktuellen Schilddrüsen- und Nierenfunktion voraus. Bei ambulanter Untersuchung sollten deshalb die aktuellen Laborwerte (T3- und T4-Wert, TSH, Kreatinin, GFR) mitgebracht werden. Der zuweisende Arzt oder der Radiologe klärt den Patienten über die CT-Untersuchung eingehend auf und bittet ihn um sein schriftliches Einverständnis.

Durchführung

Die Untersuchung beginnt mit dem Legen einer Venenverweilkanüle in eine Armvene. Es folgt die Patientenlagerung auf dem CT-Tisch mit hinter den Kopf erhobenen Armen. Im ersten Schritt wird ein Planungsbild vom Bauchraum aufgenommen. Danach wird das Kontrastmittel injiziert und gleichzeitig der CT-Scanvorgang gestartet. Hierzu fordert die Röntgenassistentin zu einer tiefen Exspiration mit Atemanhalten für wenige Sekunden auf. Die gesamte CT-Untersuchung dauert für den Patienten nur wenige Minuten. Es schließt sich die computergestützte Bildberechnung an.

Risiken

Wir befragen Frauen im gebärfähigen Alter nach einer Schwangerschaft. Die Strahlendosis bei der CT der Brustorgane ist mit ca. 3 bis 5mSv höher als beim konventionellen Röntgen. Die Indikation wird deshalb sorgfältig abgewogen. Wir verwenden moderne („nichtionische“) Kontrastmittel, bei denen es nur selten (in weniger als 1% aller Untersuchungen) zur allergischen Unverträglichkeitsreaktion kommt. Tritt ein solcher Fall ein, ergreifen wir alle notwendigen Gegenmaßnahmen.

Befundung

Die Interpretation der CT-Bilder erfolgt in engem Kontext mit den klinischen Befunden durch einen Facharzt für Radiologie. Wegen der großen Datenmenge von deutlich mehr als 100 Bildern kann der Befundvorgang Zeit in Anspruch nehmen. Der CT-Befund wird digital in der elektronischen Patientenakte unserer Klinik archiviert und zusätzlich als Papierausdruck übermittelt.

Archivierung

Die digitalen CT-Bilder werden elektronisch in unserem PACS-System archiviert. Bei Bedarf (Tel. 09771-662507) brennen wir die CT-Bilder (einschließlich einer Viewer-Software) auf eine CD-ROM.