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Qualitätssicherung in der Kardiologie

Die Qualitätssicherung ist regelmäßiges Thema der Besprechungen innerhalb der Klinik für Kardiologie. Die Senkung der Komplikations- und Infektionsraten, die Beratung über Ursachen, Strategien und konkrete Maßnahmen werden protokolliert und überprüft. In der Klinik für Kardiologie verfügen wir über ein computerbasiertes Meldesystem für Komplikationen im Rahmen der invasiven Diagnostik und Therapie.

Für wichtige Kenndaten der Sicherheit werden Statistiken geführt, die eine Abweichung von langjährigen Mittelwerten fassbar machen. Dank der kontinuierlichen Überwachung und der offenen Diskussion über mögliche Verbesserungen in der Ausbildung und Umsetzung invasiver Techniken, konnte das Risiko selbst komplexer Prozeduren an unserer Klinik minimiert werden.

Der Bereich der invasiven koronaren und elektrophysiologischen Diagnostik (Links- und Rechtsherzkatheter, intravaskulärer Ultraschall, intrakoronare Druckdrahtmessung, Myokardbiopsie, intrakardiale Stimulation) und interventionelle Therapie (PCI incl. Stentimplantation und Rotablation, Valvuloplastie, PFO- und Vorhofohrverschluß, TASH, Katheterablation etc.) nimmt an den gemeinsamen Qualitätsprojekten des Fachbereiches Kardiologie teil und wird unter Qualitätsaspekten evaluiert.

Hierzu zählt nicht nur die Erfassung der für die BQS notwendigen Daten und die Teilnahme an den Registern der ALKK. In einer regelmäßigen, alle 2 Wochen stattfindenden Konferenz mit Teilnahme aller ärztlichen Mitarbeiter werden alle relevanten Komplikationen, ungewöhnlichen Verläufe und Todesfälle retrospektiv besprochen, um eventuelle systemimmanente Fehler aufzuzeigen, diese abzustellen sowie die Abläufe in der Klinik weiter zu standardisieren.

In einer weiteren wöchentlichen Fallkonferenz mit der Klinik für Herzchirurgie werden komplexe Fälle besprochen und ein gemeinsames Therapiekonzept erarbeitet (Differential-Indikation zur Mehrgefäß-PCI versus Bypass-Operation, Planung von Hybridtherapien, Besprechung und Planung besonders risikoreicher Eingriffe wie z.B. PCI des „letzten Gefäßes“ oder bei schwer eingeschränkter linksventrikulärer Funktion).