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Tako-Tsubo-Kardiomyopathie

Ursachen

Zum ersten Mal wurde die „Tako-Tsubo“-Kardiomyopathie in Japan beschrieben. Man bezeichnet sie auch als Stress-Kardiomyopthie. Man versteht unter ihr eine erworbene Herzerkrankung, die charakterisiert wird durch eine akute und rasche Verschlechterung der Pumpfunktion in der linken Herzkammer. Die „Tako-Tsubo“-Kardiomyopathie zeigt eine atypische regionale Wandbewegungsstörung, eine so genannte Akinesie, die nicht mit dem Versorgungsgebiet einer der drei großen Herzkranzarterien übereinstimmt. Akinetisch ist meist die gesamte spitzennahe Hälfte der linken Herzkammer, alternativ in selteneren Fällen aber auch ringförmig die mittleren oder basalen Anteile des Herzens.

Symptome

Typische Symptome sind Luftnot, Brustschmerzen und EKG-Veränderungen, die bei dieser Krankheit häufig zu einer Verwechslung mit einem akuten Vorderwandinfarkt führen obwohl das Echokardiogramm (Ultraschall) den Vorderwandinfarkt bereits unwahrscheinlich machen könnte. Meist sind von der „Tako-Tsubo“-Kardiomyopathie ältere Frauen betroffen, die starkem psychischen Stress ausgesetzt waren wie z.B. dem Tod von Angehörigen.

Diagnostik

Diagnostisch wegweisend ist der Herzkatheter, bei dem eine koronare Herzerkrankung ausgeschlossen wird. Außerdem findet sich ein nur geringer Anstieg von Herzmuskelzerfallsprodukten (Herzmuskelenzymen) im Blut und die komplette Rückbildungsfähigkeit der Herzwandbewegungsstörung innerhalb von ein bis zwei Wochen. Wichtige Hinweise liefert die Magnetresonanztomographie mit Ausschluss infarkttypischer Narben im Gebiet der minderbewegten Herzwandsegmente.

Therapie

Die Prognose bei der „Tako-Tsubo“-Kardiomyopathie ist unter stationären Bedingungen und bei einer angemessenen medikamentösen Behandlung günstig, da die Verschlechterung der Pumpfunktion der linken Herzkammer vollständig rückbildungsfähig ist.