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Ischämische Kardiomyopathie

(Herzmuskelschwäche nach Herzinfarkt)

Ursachen

Eine Herzmuskelschwäche kann durch einen Herzinfarkt ausgelöst werden. Mediziner sprechen hier von einer Ischämischen Kardiomyopathie. Die Herzkranzadern (Koronararterien) sind hierbei verengt oder verschlossen. Dadurch wird das Herz schlechter durchblutet. Gegebenenfalls zerstören Herzinfarkte sogar teilweise den Herzmuskel und es bildet sich als Ersatz Narbengewebe. Das Herz muss also viel stärker arbeiten, da die Pumpfunktion eingeschränkt ist. Es kommt zur Herzerweiterung (Dilatation).

Symptome

Auch der Patient spürt in der Regel die Entwicklung, die in seinem Herzen vorgeht. Neben den bereits vorhandenen Symptomen der koronaren Herzkrankheit (Brustenge/Angina pectoris) zeigt sich eine Herzmuskelschwäche nach Herzinfarkt durch folgende Symptome:

  • Atemnot (Lungenödem)
  • allgemeine Leistungsminderung
  • rasche Ermüdbarkeit
  • Flüssigkeitseinlagerungen in den Beinen (Beinödeme)

Bei hochgradig eingeschränkter Herzfunktion besteht ein erhebliches Risiko für das Auftreten von Herzrhythmusstörungen und den plötzlichen Herztod.

Diagnostik

Eine frühzeitige Untersuchung ist deshalb sehr wichtig. Die moderne Diagnostik hilft bei der Erkennung einer Herzmuskelschwäche nach Herzinfarkt. Die Herz- und Gefäß-Klinik Bad Neustadt verfügt über ein hochmodernes diagnostisches Spektrum, das den renommierten Experten hochspezialisierte Möglichkeiten der Erkennung von Krankheiten bietet.

Die Herz- und Gefäß-Klinik Bad Neustadt wendet u.a. folgende diagnostische Verfahren an:

  • allgemeine körperliche Untersuchung (Anamnese)   
  • spezielle Labor-Tests insbesondere die nicht invasiven, schonenden Verfahren wie:
    • Atemnot (Lungenödem)
    • EKG/Belastungs-EKG
    • Spiroergometrie
    • Herzultraschall (transthorakale und transösophageale Echokardiographie,  Stress-Echokardiographie)
    • Computertomographie des Herzens (Kardio-CT)
    • Magnetresonanztomographie des Herzens (Kardio-MRT)

Therapie

Bei vielen Patienten ist jedoch zur definitiven Festlegung der geeigneten Therapie eine Herzkatheter-Untersuchung (Koronarangiographie ggf. in Kombination mit einem Rechtsherzkatheter) erforderlich. Hierbei wird über Leiste oder Armarterie Kontrastmittel in den Herzbereich gespritzt, um die Gefäßsituation abzubilden und krankhafte Veränderungen aufzuspüren. Neben dieser diagnostischen Maßnahme können im Rahmen der Herzkatheteruntersuchung auch gleich therapeutische Maßnahmen zur Behandlung der Grunderkrankung ergriffen werden. Der Arzt entfernt hierbei verengte Stellen in den Herzkranzgefäßen (koronare Revaskularisation), die Auslöser für die erhöhte Pumpaktivität sind. Die Engstellen werden entweder aufgedehnt (Ballondilatation, PTCA), mit Gefäßstützen (sog. Stents) versehen oder es erfolgen verschiedene Verfahren der Herzchirurgie (Bypass-Operation). Die Herz- und Gefäß-Klinik Bad Neustadt zählt in diesem Bereich zu den renommiertesten Experten Europas.

Neben eventuellen operativen Eingriffen ist es jedoch besonders wichtig, die individuellen Risikofaktoren der Herzmuskelschwäche nach Herzinfarkt zu erkennen und zu behandeln. Nur so kann ein Fortschreiten der Veränderungen an den Koronararterien verhindert werden. In der Regel bedeutet dies für den Patienten eine Umstellung seiner Lebensgewohnheiten. Wichtig sind eine gesunde ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung. Der Fachbereich Kardiologie arbeitet hier Hand in Hand mit den Kollegen anderer Bereiche zusammen, um dem Patienten gezielt zu therapieren.

Daneben muss die Herzschwäche selbst behandelt werden. Neben einer maßgeschneiderten, optimierten medikamentösen Therapie kommen hier spezielle Herzschrittmacher (biventrikuläre Stimulation, cardiale Resynchronisation), implantierbare Defibrillatoren (ICD) zum Schutz vor dem plötzlichen Herztod sowie auch sog. Herzunterstützungssysteme („assist device“, „Kunstherz“) zum Einsatz. Auch hier zählt die Herz- und Gefäß-Klinik zu den international anerkanntesten Experten.