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Herzinsuffizienzstation

Am 20.01.2010 wurde die Herzinsuffizienz-Station der Herz- und Gefäß-Klinik mit einem Festakt, wissenschaftlichen Fortbildungsprogramm und abschließender Segnung der Station durch die Klinikseelsorge offiziell in Betrieb genommen. Spezielles Anliegen der Betreiber dieser Station ist die interdisziplinäre Diagnostik und Therapie  von Patienten mit fortgeschrittener Herzleistungsschwäche.

Die Herzinsuffizienz hat häufig eine multifaktorielle Genese. Fortgeschrittene Stadien der Herzinsuffizienz sind eine besondere Herausforderung für Mediziner. Die wichtigste Voraussetzung für einen geeigneten Therapieansatz ist eine zielgerichtete, häufig umfangreiche Diagnostik. Sie ist nicht nur für die Therapiewahl als solche, sondern auch zur Abschätzung der Prognose unabdingbar. Ein tragendes Behandlungskonzept entsteht dabei nicht automatisch aus einzelnen Diagnoseergebnissen. Erst die Bewertung der Befunde im klinischen Kontext durch ein eingespieltes Expertenteam aus Kardiologen, Herzchirurgen, Intensivmedizinern, Anästhesisten, Radiologen und Psychosomatikern führt zu einer individuell optimierten Therapie. Dieser Ansatz steht bei unserer interdisziplinären Zusammenarbeit ganz im Vordergrund. In regelmäßigen Teambesprechungen werden alle Untersuchungsergebnisse zusammengeführt und im Dialog der einzelnen Fachdisziplinen das optimale therapeutische Vorgehen festgelegt. Unser wachsendes Wissen und der rasante medizinisch-technische Fortschritt eröffnen uns dabei heute vielfältige Behandlungsmöglichkeiten, um den häufig negativen Verlauf der Erkrankung günstig zu beeinflussen.

Download Flyer Herzinsuffizienz-Station (PDF, 100 KB)

Die Diagnostik und Therapie herzinsuffizienter Patienten gelingt nicht mit einem einzigen kurzen Krankenhausaufenthalt. Neben der häufig intensivmedizinischen Akutbehandlung ist in der Regel eine konsequente, an die Bedürfnisse des einzelnen Patienten angepasste, langfristige Betreuung notwendig. Dies ist nur in enger Absprache und Zusammenarbeit mit den medizinischen Partnern vor Ort möglich. Mit ihnen bilden wir ein Netzwerk, in dem der Patient optimal versorgt wird. Hierbei dürfen nicht nur die medizinischen Aspekte im engeren Sinn, wie die ständige Anpassung der Medikation oder die Kontrolle von Schrittmacher oder Herzunterstützungs-Systemen im Mittelpunkt stehen, auch psychosoziale Aspekte müssen berücksichtigt werden. Der direkte Kontakt mit unseren medizinischen Kooperationspartnern einschließlich regelmäßiger Fortbildungen und Konferenzen soll den langfristigen Erfolg unserer gemeinsamen Bemühungen zum Wohle unserer Patienten sicherstellen.

Insgesamt verstehen wir uns als Kompetenz-Zentrum, welches „unter einem Dach“ eine fundierte Expertise verschiedener Fachdisziplinen für Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz anbietet. Unser vorrangiges Ziel ist es, mit Ihnen gemeinsam langfristig und nachhaltig eine optimale Behandlung herzinsuffizienter Patienten integrativ zu realisieren.

Auf die Herzinsuffizienz-Station werden häufig Patienten als Notfall eingeliefert, sowie nach kardiologisch invasiven oder kardiochirurgisch operativen Eingriffen speziell weiterversorgt und überwacht. Das heißt, ein Mensch ist plötzlich und unerwartet aus unterschiedlichen Ursachen auf intensive medizinische Hilfe angewiesen. Eine Situation, in der Angehörige sich wahrscheinlich große Sorgen machen. Wir möchten Besucher und Angehörige  in dieser Situation begleiten und mit diesem Informationsblatt mit den Abläufen auf der Herzinsuffizienz-Station vertraut machen.

Download Informationen für Besucher der Herzinsuffizienzstation (PDF, 120 KB)