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Forschung

Die Herz- und Gefäß-Klinik zählt zu einem der großen Zentren für Herz- und Gefäßerkrankungen in Deutschland und Europa. Ein Team von Spezialisten und moderne Voraussetzungen für die Diagnostik und die Therapie von Krankheiten des Herzens und der Gefäße bieten Gewähr für die bestmögliche medizinische Versorgung. Dabei zeigte das Mutterhaus der RHÖN-KLINIKUM AG, dass eine wirtschaftliche Arbeitsweise, Medizin auf international hohem Niveau und erstklassige Leistungen bei Forschung und Lehre keinen Widerspruch darstellen.

Jährlich führen wir in unserem Haus eine Vielzahl von klinischen Studien zur Analyse von Krankheitsverläufen, neuer Behandlungsmethoden und -geräte sowie zur Evaluierung zukünftiger Medikamente durch. Dadurch sind wir in der Lage, unseren Patienten frühzeitig moderne medizinische Geräte, Verfahren und Heilmittel anzubieten.
Im Rahmen engmaschiger Kontrollen während einer klinischen Studie erlaubt uns diese Forschungstätigkeit gerade Patienten zu helfen, für die eine Heilung oder zumindest Besserung des Gesundheitszustandes mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr möglich ist.

Die Vielfalt medizinischer Verfahren stellt gleichermaßen wie die wachsende Zahl älterer, multimorbider Patienten die Mitarbeiter vor komplexe Anforderungen. Eine hohe Qualität der Patientenversorgung kann nur dann gewährleistet werden, wenn Kenntnisse und Fertigkeiten aller Mitarbeiter kontinuierlich vertieft und aktualisiert werden. Aus- und Weiterbildung stellen ein zentrales Anliegen dar. Wie bereits in den Jahren zuvor wurden Tagungen, Symposien, Kongresse, Workshops und Hands-on-Kurse von allen Kliniken z.T. gemeinsam und einzeln auf dem Gebiet der Diagnostik und Therapie von Herzerkrankungen durchgeführt, um Kooperationen zu stärken bzw. um neue Kooperationen einzugehen. Um die medizinische Versorgung auch in Zukunft zu sichern, bieten wir in unserem Haus jungen Medizinern die Möglichkeit, im Rahmen unseres interdisziplinären kardiovaskulären Praktikums einmal im Jahr für einen Monat das innerhalb des Studiums erworbene Wissen zu vertiefen und in der Praxis anzuwenden.

Die klinischen Schwerpunkte Vorhofflimmern und die Therapie lebensbedrohlicher tachykarder Herzrhythmusstörungen mittels Katheterablation und implantierbaren Cardioverter-Defibrillatoren stehen im Mittelpunkt der Forschungstätigkeit in der elektrophysiologischen Arbeitsgruppe.

Als eines der weltweit führenden Zentren für die Cryoballonablation von Vorhofflimmern wurden auf diesem Gebiet eigene klinische prospektive Studien initiiert sowie eine vielbeachtete multizentrische Studie durchgeführt. Der entscheidende Hintergrund für die Forschungsaktivität auf dem Gebiet der Cryoballonablation ist die stetige Verbesserung der Behandlungsergebnisse und Reduktion der Komplikationen dieses modernen Therapieverfahrens. Die Kompetenz der Fachabteilung für Elektrophysiologie auf dem Gebiet der Vorhofflimmerablation wird regelmäßig durch Hospitationen nationaler und internationaler Kollegen und die Ausrichtung von Master-Kursen zum Training international renommierter Elektrophysiologen gewürdigt.

Daneben erfolgt die Teilnahme an mehreren nationalen und internationalen Studien zur Herzschrittmacher- und Cardioverter-Defibrillator-Therapie. Ziele sind eine Verbesserung der Patientensicherheit bei erhöhtem Patientenkomfort z.B. durch eine Reduktion der Nachsorgeintervalle sowie eine Kostenreduktion.
Zur Verbesserung u.a. der Lebensqualität bei Patienten mit ICD ist die rechtzeitige adjuvante Katheterablation maligner ventrikulärer Herzrhythmusstörungen wichtig und ebenfalls zu einem Focus der Forschungsaktivitäten geworden. Neben der Teilnahme an multizentrischen Studien werden zahlreiche eigene Projekte, z.B. zur Wertigkeit magnetgesteuerter Katheterablation bei Kammertachykardien, verfolgt.

Die Klinik für Kardiologie und die Klinik für Radiologie führen gemeinschaftlich klinisch orientierte wissenschaftliche Untersuchungen sowie regelmäßig interne und externe Fortbildungen zum Themenschwerpunkt Kardio-CT durch. Einen Schwerpunkt im Sinne der Versorgungsforschung und internen Qualitätssicherung bildete 2008 die Validierung der Untersuchungsbefunde des Dual-source-CT im Vergleich zum „Goldstandard“ Herzkatheter.

Die Klinik für Kardiologie beteiligt sich ausserdem im. Rahmen des CardioAngel Projektes an einem Multizentrischen Versorgungsforschungsplan. Im Speziellen sollen hierbei die Verbesserung der Behandlungszeit in der Herzinfarkt-Versorgung bei STEMI-Patienten aus Sicht der Rettungsteams und die Etablierung eines effizienten und kontinuierlichen Verbesserungsprozesses in der Herzinfarkt-Versorgung aus Sicht der Rettungsteams erzielt werden.

Im Rahmen einer retrospektive Analyse bei interventioneller Koronartherapie konnte gezeigt werden, dass die PCI auch bei Patienten, die älter als 80 Jahre waren, und zusätzlich hohem Interventionsrisiko (41% der PCI erfolgte bei einem akuten Koronarsyndrom) mit hohem Primärerfolg (98%) und angesichts der oft erheblichen Komorbidität mit relativ niedriger Krankenhaus-Mortalität (5,6%) erfolgen kann. Diese neue Erkenntnis ist insbesondere vor dem Hintergrund des in den letzten Jahren zunehmenden Anteils älterer und oft multimorbider Patienten entscheidend. Die Ergebnisse der Forschungstätigkeit wurden auf allen wichtigen nationalen und internationalen Kongressen präsentiert und sogar prämiert. Des Weiteren wurden mehrere Originalarbeiten in nationalen und internationalen Zeitschriften publiziert.

Publikationen

Eine Liste der Punllikationen unserer Klinik können Sie gerne downloaden:
Download Publikationen der Klinik für Kardiologie (PDF, 70 KB)