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In der Herz- und Gefäß-Klinik Bad Neustadt.

Geschichte der Klinik

Im Jahr 2014 feierte die Klinik für Kardiochirurgie ihr 30jähriges Bestehen. Gegründet wurde die Herz- und Gefäß-Klinik im Jahr 1984. Ursprünglich beherbergten die Gebäude eine Kurklinik, deren Kapazitäten nicht mehr benötigt wurden. Im Rahmen einer ersten Gesundheitsreform und der Ende der 70er Jahre angespannte Finanzlage im öffentlichen Sektor waren die Kuranwendungen in der Bäderregion Rhön rückläufig. In dieser Phase entwickelte der damalige Geschäftsführer des Standorts das Konzept zur akut-medizinischen Nutzung der Gebäude im kardiovaskulären Sektor. Er schuf damit die Voraussetzungen für die heutige RHÖN-KLINIKUM AG.

Für das neue Standortkonzept wurden die Gebäude der 1972 errichteten Kurklinik umgebaut. Am 1. Juli 1984 konnte Prof. Hacker als ärztlicher Direktor und Chefarzt der Herz- und Gefäß-Klinik die Klinik in Betrieb nehmen. Unter ihrem Dach wurden auch die Kliniken für Kardiologie und die Klinik für Anästhesie gegründet. Hunderte von Patienten, die auf Wartelisten für eine Herzoperation standen, konnten jetzt schnell operiert werden. So entwickelte sich die Herz- und Gefäß-Klinik Bad Neustadt rasch zu einer der großen Kliniken für die Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen in Deutschland. Dies erforderte in den nächsten Jahren eine Erweiterung der Bettenkapazität der Klinik. 

Das medizinische Angebot wurde 1992 um die Klinik für Handchirurgie sowie 1995 um die Klinik für Gefäßchirurgie erweitert. Heute befinden sich unter dem Dach der Herz- und Gefäß-Klinik darüber hinaus die Kliniken für Schulterchirurgie sowie für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie.

Im Jahr 2002 übernahm Prof. Dr. med. Anno Diegeler die Klinik für Kardiochirurgie von Prof. Dr. med. Hacker, der in den Ruhestand verabschiedet wurde. Die Klinik konzentriert sich unter Prof. Dr. med. Diegeler auf verschiedene Schwerpunkte, insbesondere in der minimalinvasiven Herzchirurgie.  Hierfür wurden die notwendigen technischen Voraussetzungen vor allem im Operationstrakt umgesetzt. Dazu gehören auch neue Medien zur Direktübertragung von bildgebender Diagnostik direkt an den Operationstisch. Im Januar 2009 wurde ein neuer Hybrid-Operationssaal mit einer Angiographie-Anlage der neuesten Generation gebaut. Sie ermöglicht zusammen mit einem hierauf abgestimmten OP-Tisch sogenannte Hybridoperationen.