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Häufig gestellte Fragen zur Entlassung

Muss ich nach der Herz-OP regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen?

Muss ich nach der Herz-OP regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen?

Bei normalem Heilungsverlauf empfehlen wir eine Vorstellung beim Hausarzt nach Abschluss der Anschlussheilbehandlung sowie eine Vorstellung beim Kardiologen drei Monate nach der Operation. Ob anschließend regelmäßige Kontrolluntersuchungen nötig sind, hängt von der Art der Herzerkrankung sowie Ihrer individuellen Leistungsfähigkeit und Ihrem Gesundheitszustand ab. Ihr Kardiologe wird Ihnen sagen, wie oft Sie zur Untersuchung kommen müssen. Bei Beschwerden und unklaren Symptomen sollten Sie in jedem Fall sofort einen Arzt aufsuchen.

Wie oft muss ich nach meiner Herz-OP zum Arzt?

Wie oft muss ich nach meiner Herz-OP zum Arzt?

Wir empfehlen Ihnen, dass Sie Ihr Herz in regelmäßigen Abständen beim Kardiologen untersuchen lassen. So kann überprüft werden, ob der Operationserfolg anhält. Wenn sich bei der ersten Kontrolluntersuchung gezeigt hat, dass alles in Ordnung ist, reichen oft weitere Kontrollen im Abstand von einem halben bis einem Jahr aus. Wenn Sie spezielle herzchirurgische Fragen haben, können Sie jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen.

Was wird nach der Herz-OP kontrolliert?

Was wird nach der Herz-OP kontrolliert?

Bei den Nachuntersuchungen wird die Einstellung von Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin überprüft. Es wird auch die Verträglichkeit der Medikamente kontrolliert. Die Pumpleistung des Herzens sollte drei Monate nach der Operation mittels Ultraschall (Echokardiographie) geprüft werden.

Wird erneut eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt?

Wird erneut eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt?

Eine erneute Herzkatheteruntersuchung wird in aller Regel nur durchgeführt, wenn Sie erneut Beschwerden wie Brennen, Stechen, Druckgefühl in der Brust oder Atemnot bekommen sollten.

Welche Medikamente muss ich nach der Herz-OP nehmen?

Welche Medikamente muss ich nach der Herz-OP nehmen?

Das bespricht Ihr Stationsarzt mit Ihnen, bevor Sie entlassen werden. Auch Ihr Hausarzt beziehungsweise Ihr Kardiologe werden in Ihrem Arztbrief darüber informiert, welche Medikamente Sie nehmen müssen.

Wenn Ihre Erkrankung einen stabilen Zustand erreicht hat, kann in der Regel die Zahl Ihrer Tabletten auf die notwendige Dauermedikation reduziert werden. Für Patienten mit Herzkranzgefäßerkrankungen sind es in der Regel vier Medikamente: Acetylsalicylsäure, ein Betablocker (z.B. Metoprolol), ein Cholesterinsenker (z.B. Simvastatin) und ein ACE-Hemmer (z.B. Ramipril). Durch einen gesunden Lebensstil mit gesunder Ernährung, regelmäßigem Sport, Entspannungstherapien und gegebenfalls Nichtrauchertraining können viele Risikofaktoren günstig beeinflusst und die Zahl der Medikamente reduziert werden.

Worauf muss ich nach einem Herzklappenersatz oder einer Klappenrekonstruktion achten?

Worauf muss ich nach einem Herzklappenersatz oder einer Klappenrekonstruktion achten?

In der Heilungsphase müssen maximale Belastungen mit überschießendem Blutdruckanstieg vermieden werden. Langfristig können sich Patienten nach Herzklappenrekonstruktion und nach Aortenklappenersatz normal belasten, bei Patienten nach Mitralklappenersatz bleibt immer eine geringe Leistungseinschränkung bestehen. Auf Dauer ist es wichtig, dass Sie Tätigkeiten vermeiden, bei denen ein erhöhtes Infektionsrisiko gegeben ist und dass Sie bei allen Eingriffen, die mit dem Risiko einer Einschwemmung von Bakterien verbunden sind, die Regeln der Endokarditis-Prophylaxe beachten. Bei Patienten, die mit blutverdünnenden Präparaten wie z.B. Marcumar® behandelt werden, sind verletzungsträchtige Tätigkeiten zu vermeiden. Wichtig ist bei der Einnahme von Präparaten wie Marcumar®, dass der INR-Wert im Zielbereich ist. Sie sollten wissen, in welchen Situationen alternative Formen der Blutverdünnung in Betracht kommen.

Wann darf ich nach der Herz-OP wieder Auto fahren?

Wann darf ich nach der Herz-OP wieder Auto fahren?

In der Regel können Sie etwa sechs Wochen nach der Operation selbst wieder Auto fahren. Klären Sie diese Frage mit Ihrem Arzt ab. Ein Grund dafür, dass man sich zunächst nicht selbst ans Steuer setzen darf, ist übrigens der Schulterblick. Dabei wird der Oberkörper nach hinten gedreht – also eine Scherbewegung, die man in den ersten Wochen nach einer Herz-OP unterlassen sollte. Als Beifahrer sollten Sie sich genügend Zeit für das Ein- und Aussteigen nehmen, um die Kraftbelastung für das Brustbein möglichst gering zu halten. Das Bundesamt für Straßenverkehrswesen hat übrigens festgelegt, dass auch nach einem unkomplizierten Herzinfarkt ein Fahrverbot für mindestens drei Monate besteht.

Wer sagt mir, ob und wann ich wieder arbeiten darf?

Wer sagt mir, ob und wann ich wieder arbeiten darf?

Die Art Ihrer Erkrankung, die erfolgte Behandlung, die fortbestehenden Funktionsstörungen sowie das Ergebnis der Leistungstests vor Entlassung aus der Rehabilitation ermöglichen eine Aussage über Ihr verbleibendes Restleistungsvermögen. Dieses wird in Beziehung zu Ihrer beruflichen Belastung gesetzt. Sollte das verbliebene Restleistungsvermögen einen Einsatz im alten Beruf nicht mehr zulassen, werden berufsfördernde Leistungen angestoßen. In einzelnen Fällen resultiert eine Berentung. Bei Patienten nach Herzinfarkt besteht ein Fahrverbot für drei Monate, auch das kann gegebenenfalls die Wiederaufnahme der Arbeit bestimmen. Alle diese Probleme werden während Ihres Aufenthaltes in der Reha-Klinik geklärt.

Wann darf ich wieder Sport treiben?

Wann darf ich wieder Sport treiben?

Normalerweise ist nach zwei bis drei Monaten das Brustbein wieder stabil und die Wundheilung weitgehend abgeschlossen, so dass Sie sich wieder sportlich betätigen können. Bei einem Aufenthalt in einer Reha-Klinik, den wir nach der OP empfehlen, lernen Sie unter Anleitung, Ihre Belastbarkeit zu stabilisieren. Hier können Sie Ihre Leistungsfähigkeit schrittweise wieder aufbauen. Grundsätzlich ist Sport, z.B. in der Herzsportgruppe an unserer Frankenklinik, nach einer Herzoperation sehr empfehlenswert. Achten Sie aber beim Sport immer auch auf die Symptome Ihres Körpers und überanstrengen Sie sich nicht. Es ist sinnvoll, die Art und Intensität Ihrer sportlichen Betätigung mit Ihrem Kardiologen abzusprechen.

Ich bin völlig unsicher, was ich noch machen darf. Wer hilft mir weiter?

Ich bin völlig unsicher, was ich noch machen darf. Wer hilft mir weiter?

In diesem Fall ist eine Rehabilitation genau das Richtige für Sie. Mit Leistungstests, also z.B. Belastungs-EKG oder Herzultraschall, werden Ihre augenblicklichen Leistungsgrenzen ermittelt und ein dazu passendes Therapieprogramm zusammen mit Ihnen geplant. In regelmäßigen Besprechungen mit Ihrem Arzt kann die Belastung flexibel angepasst werden. Der Belastungstest vor der Entlassung gibt dann Informationen, auf welchem Niveau Sie die Übungen zuhause fortsetzen können. Ideal wäre die Teilnahme an einer ambulanten Herzsportgruppe.

Seit der Herz-OP bin ich oft niedergeschlagen. Wer unterstützt mich bei der Bewältigung meiner Krankheit?

Seit der Herz-OP bin ich oft niedergeschlagen. Wer unterstützt mich bei der Bewältigung meiner Krankheit?

Manche Patienten leiden nach der Herzoperation an einem sogenannten Durchgangssyndrom. Das ist häufig mit Alpträumen oder Ängsten verbunden. Sprechen Sie bitte bald Ihren Arzt an, damit dieser einen Gesprächstermin mit unseren Psychologen vereinbaren und den Heilungsprozess gegebenenfalls medikamentös unterstützen kann.

Wann darf ich nach einer Herzoperation wieder verreisen?

Wann darf ich nach einer Herzoperation wieder verreisen?

Größere Reisen sollten erst nach Stabilisierung der Erkrankung, das heißt frühestens nach drei Monaten, unternommen werden. Denken Sie dabei an die Mitnahme eines aussagefähigen Arztbriefes oder lassen Sie sich eine „Travelcard" ausfüllen, nehmen Sie ausreichend Medikamente mit. Nach größeren Eingriffen sollten Sie sich erkundigen, welche Klinik für Ihre eventuell notwendige Behandlung in Betracht käme. Informieren Sie sich rechtzeitig über die für die geplante Reise notwendigen Impfungen. Vergessen Sie nicht eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholgarantie – auch für europäische Länder. Im Zweifelsfall sollten Sie sich von einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt beraten lassen.

Was muss ich beim Fliegen beachten?

Was muss ich beim Fliegen beachten?

Grundsätzlich spricht nach der Rehabilitation nichts gegen das Fliegen. In der Kabine herrscht ein Druck wie auf 1.500 bis 2.000 Metern Höhe. Flugreisen mit über vier Stunden Flugdauer sollten Sie aber erst drei bis sechs Monate nach dem Eingriff wieder unternehmen. Während des Flugs ist medizinische Hilfe nur eingeschränkt möglich. Beim Gepäcktransport sollten Sie sich helfen lassen. Wir empfehlen Ihnen, Unterlagen wie den Arztbrief und Informationen über die Medikation, mitzunehmen. Bei längeren Flügen ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

Ich gehe gerne in die Sauna. Ist das nach der Herz-OP noch möglich?

Ich gehe gerne in die Sauna. Ist das nach der Herz-OP noch möglich?

Saunagänge sollten erst drei Monate nach der Operation wieder aufgenommen werden. Dann ist in der Regel der Kreislauf wieder stabil und der Blutdruck ist gut eingestellt. Beginnen Sie mit kurzen Sitzungen und in Begleitung. Wir empfehlen Ihnen, auf das Eintauchen in kaltes Wasser zu verzichten.

Müssen meine Geschwister das Vorliegen der gleichen Erkrankung befürchten?

Müssen meine Geschwister das Vorliegen der gleichen Erkrankung befürchten?

Viele Herzerkrankungen, die im Alter auftreten, haben eine so genannte erbliche Disposition. Hierzu gehört die koronare Herzerkrankung. Ähnlich wie andere genetische Konstellationen entwickelt sie sich aus der Vielzahl von vererbten Informationen. In der unterschiedlichen Zusammensetzung vererbter und neu geschaffener Genkombinationen entstehen Muster, die sich in Familien wiederfinden, aber nicht mit letzter Sicherheit und auch immer in anderer Ausgestaltung. Diese genetische Disposition ist letztlich Ausgangspunkt der meisten Erkrankungen. Zufall, begünstigende Faktoren und eine falsche Lebensführung können die Ausprägung einer Erkrankung auf der entsprechenden genetischen Disposition dann auslösen oder fördern. Die genetische Disposition kann man nicht ändern. Das Auslösen oder Begünstigen einer Erkrankungsentwicklung kann man selbst aber verhindern oder zumindest einschränken. Daher sind primäre und sekundäre Prävention unbedingt angeraten.