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Wie wird die Bypass-Operation durchgeführt?

Die aortokoronare Bypassoperation (ACB) behandelt blockierte Herzkranzgefäße durch das Anlegen einer Umleitung (= Bypass). Durch diesen Bypass, vorbei an der Engstelle, kann das Blut fließen, um Ihren Herzmuskel zu versorgen. Die Engstelle oder der Verschluss in einer Herzkranzarterie wird durch eine Ader überbrückt, die Ihrem Körper entnommen ist. Damit wird ein neuer Zufluss gelegt. Ähnlich also, wie eine neue Zufahrtsstraße vorbei an einem Stau.

Koronare Bypass-Operationen werden seit rund 40 Jahren routinemäßig durchgeführt und gehören zu den Standardoperationen in der Herzchirurgie. An unserer Klinik haben wir diesen Eingriff mehr als 50.000-mal durchgeführt und besitzen damit große Erfahrung.

Welche Risiken hat eine Bypass-Operation?

Bypass-Operationen gehören zu den Routineeingriffen in der Herzchirurgie. Die Sterblichkeitsrate ist gering. Abhängig von den Vorerkrankungen des Patienten liegt sie bei einem bis drei Prozent. Wie bei jedem Eingriff am offenen Herzen hat auch die Bypass-Operation bestimmte Risiken. Die häufigsten Komplikationen sind:

  • Wundinfektionen: Wundinfektionen lassen sich trotz steriler Bedingungen im Operationssaal und vorbeugender Antibiotikagabe nicht immer vermeiden. Meist sind sie aber mit Medikamenten gut behandelbar.
  • Nachblutungen: Bei Nachblutungen strömt Blut in den Spalt zwischen Herz und umliegendem Gewebe (Herzbeutel) und behindert so die Pumpfunktion des Herzens. Bei dieser Komplikation ist eine Notfall-Operation nötig (Rethorakotomie). Nachblutungen können auch auftreten, wenn beim Patienten eine Gerinnungsstörung vorliegt.