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OPCAB (Off-Pump Coronary Artery Bypass)

Bei der OPCAB-Operation wird - wie bei der konventionellen Bypasschirurgie - in Allgemeinnarkose das Brustbein eröffnet. Daher können alle Herzkranzgefäße erreicht werden. Dann kommt ein Stabilisator zum Einsatz, der Teile des Herzens ruhig stellt. Der Stabilisator wird im Bereich der Verengung des Koronargefäßes angebracht. Dieser Teil des Herzens wird mit einer Art kleiner Saugnäpfe an einer Schiene ansaugt und so ruhig gestellt.

Der Rest des Herzens kann seiner gewohnten Pumparbeit nachgehen. Nun kann am schlagenden Herzen operiert werden, ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine. Die Bypässe können auf den entsprechenden Herzkranzgefäßen angebracht werden.

Wie bei der Standardtechnik wird meist die linke Brustwandarterie auf das Herzkranzgefäß der Vorderwand umgeleitet, um die Durchblutung hinter der Verengung sicherzustellen. Darüber hinaus können weitere Bypässe angelegt werden. Anhand der Brustbeinnarbe ist später nicht ersichtlich, ob nach konventioneller Technik oder im OPCAB-Verfahren operiert wurde. An unserer Klinik werden etwa 10 bis 15 % der Bypass-Operationen in dieser Technik durchgeführt.