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Herzchirurgie Bad Neustadt: Ein Schrittmacher wird implantiert.

Herzschrittmacher-Aggregatwechsel

Ist die Batterie 5 bis 7 Jahre nach der ersten Implantation eines Herzschrittmachers erschöpft, ist ein Aggregatwechsel notwendig: das alte Aggregat wird entfernt (Explantation) und ein neues Aggregat eingesetzt (Implantation). Auch wenn es umgangssprachlich  „Batteriewechsel“  genannt wird gilt dass die Batterien eines Herzschrittmachers nicht separat ausgetauscht werden können sondern immer das komplette Aggregat gewechselt wird. Lediglich die Sonden bleiben dieselben.

Der Aggregatwechsel ist ein vergleichsweise einfacher Eingriff. Es können aber postoperativ Taschenhämatome und Wundinfektionen als Komplikationen auftreten. Wissenschaftliche Daten weisen darauf hin, dass das Risiko einer Wundinfektion mit der Anzahl der Wechseloperationen steigt. Aggregatwechsel sollten möglichst selten stattfinden, um eine unnötige Belastung des Patienten zu vermeiden. Entsprechend werden lange Aggregatlaufzeiten angestrebt.

Folgeeingriffe nach der erstmaligen Implantation eines Herzschrittmachers können notwendig sein bei:

  • Komplikationen, wie z. B. Dislokationen der Sonden, Aggregatdefekten oder Infektionen des Schrittmachersystems
  • Erschöpfung der Batterie des Herzschrittmacher-Aggregats