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Zurück in ein suchtfreies Leben - 15-jähriges Bestehen der Adaptionseinrichtung Maria Stern

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Haus Saaletal Bad Neustadt | 10.04.2013

Zurück in ein suchtfreies Leben - 15-jähriges Bestehen der Adaptionseinrichtung Maria Stern

„Eine Sucht zu besiegen, ist das eine. Die große Herausforderung danach ist der ganz normale Alltag“, erklärt Claudia Ziegner, Therapeutische Leitung der Adaption Maria Stern in Bad Neustadt a. d. Saale. Gemeinsam mit sieben Kollegen innerhalb der Rehabilitationseinrichtung unterstützt sie ehemals suchtkranke Menschen ohne festen Wohnsitz und Arbeitsplatz dabei, ein normales, suchtfreies Leben auf stabiler Basis aufzubauen. In diesem Jahr feiert die ‚Adaption’, wie sie verkürzt genannt wird, ihr 15-jähriges Bestehen.

„Der langfristige Erfolg einer Suchtbehandlung hängt ganz wesentlich von den Lebensumständen des Einzelnen ab“, erläutert Dr. Helmut Röthke, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Adaption Maria Stern. „Menschen nach einer erfolgreichen Suchtbehandlung tun sich häufig schwer, eine neue Wohnung zu finden und einzurichten oder in den Berufsalltag zurückzufinden. Gelingt all dies nicht, ist das Risiko eines Rückfalls sehr hoch. Die Adaptionsphase unterstützt dabei, ‚wieder einen Fuß in die Tür’ zu bekommen: Ehemals suchtkranke Patienten kommen nach der eigentlichen Entwöhnungstherapie in unser Haus und erhalten hier das Werkzeug, um ein stabiles soziales Umfeld aufzubauen.“

Berufliche und private Perspektiven

Zentraler Ansatz der Adaptionseinrichtung ist die so genannte medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation. Deren Ziel ist zum einen, durch psycho- und ergotherapeutische Arbeit die Persönlichkeit weiter zu stabilisieren und eine berufliche Perspektive weiter zu erarbeiten. Durch ein Training beruflicher Fähigkeiten und grundlegender lebenspraktischer Fertigkeiten soll die Basis für eine selbstständige Lebensführung und Erwerbsfähigkeit gestärkt werden. Neben der Teilnahme an Gruppentherapien und Einzelgesprächen absolvieren die Rehabilitanden auch externe Betriebspraktika, in deren Rahmen sie ihre Fähigkeiten intensiver kennen lernen und ausbauen sowie in einen regelmäßigen Arbeitsrhythmus zurückfinden können. Zum anderen unterstützt die Einrichtung bei der Regulierung eventuell vorhandener Schulden, der Aufnahme tragfähiger sozialer Kontakte und der heimatnahen Wohnungssuche.

Zusammenarbeit mit regionalen Firmen

„Wir arbeiten sehr vertrauensvoll mit mehr als 200 Firmen in Bad Neustadt, Schweinfurt und Bad Kissingen zusammen“, so Claudia Ziegner. „Dies ist ein entscheidender Baustein innerhalb unseres Behandlungskonzepts. Für uns sind die Betriebe wichtige Partner, mit denen wir uns regelmäßig eng austauschen.“

Häufig entstehen aus den zeitlich befristeten Praktika auch langfristige Beschäftigungen. So wurden im vergangenen Jahr 79 Patienten behandelt, von denen bereits zum Ende der Adaption 35 ein festes Anstellungsverhältnis hatten.

Bis zu 18 Patienten können in der Adaption Maria Stern parallel behandelt werden. Aufgenommen werden sowohl ehemals alkohol- als auch drogenabhängige Rehabilitanden. Auch Mütter und Väter mit Kindern können behandelt werden. Der Therapieplan wird individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse und Lebenssituationen angepasst. Neben dem Chefarzt und der Therapeutischen Leitung (Sozialpädagogin) sind ein Psychologe, eine Ergotherapeutin, eine Krankenschwester und zwei Krankenpflegehelferinnen an der Adaption tätig.

Seit ihrer Gründung 1998 wurde die Adaptionseinrichtung regelmäßig renoviert. Unter anderem wurden im ganzen Gebäude neue Fenster eingerichtet und die Bäder saniert. Eine neue Gemeinschaftsküche wurde ebenso eingerichtet wie ein Raucherpavillon.

Klinikverbund

Mit den Schwestereinrichtungen – der Saaletalklinik und der Klinik Neumühle in Hollstadt – besteht eine enge Kooperation. Bei der Saaletalklinik handelt es sich um eine Rehabilitationsklinik für Alkohol- und Medikamentenabhängige, bei der Klinik Neumühle um eine Rehabilitationsklinik für Drogenabhängige. Die meisten Patienten der Adaption Maria Stern haben ihre Rehabilitation in diesen beiden Kliniken absolviert, es kommen jedoch auch Patienten aus anderen Kliniken deutschlandweit für die Adaptionsphase nach Bad Neustadt.

„Viele Patienten stehen noch jahrelang in Kontakt mit unserer Adaption Maria Stern“, so Dr. Röthke. „Zu sehen, wie positiv sich Werdegänge entwickeln können, wenn der Start gelingt, ist für uns die größte Motivation.“

RHÖN-KLINIKUM AG
Haus Saaletal GmbH
Jörg Rieger (Geschäftsführung)
Salzburger Leite 1
97616 Bad Neustadt a. d. Saale

Telefon 09771/908-0
E-Mail gf@neurologie-bad-neustadt.de

RHÖN-KLINIKUM AG
Regina Sämann
Regionalleiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Bayern-Nord
Salzburger Leite 1
97616 Bad Neustadt a. d. Saale

Telefon 09771/65-1596
Telefax 09771/65-1841
E-Mail regina.saemann@rhoen-klinikum-ag.com