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Herzinsuffizienz­zentrum

Herzschwäche, genauer gesagt, chronische Schwäche des Herzmuskels (Herzinsuffizienz), ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, an der in Europa zur Zeit über 14,5 Millionen Menschen leiden. Das Blut kann nicht mehr in ausreichender Menge in die Gefäße, zu den Organen und der Muskulatur gepumpt werden.

Ein gesundes Herz pumpt im Ruhezustand fünf bis sechs Liter Blut pro Minute durch den Körper, das insuffiziente Herz dagegen manchmal nur noch zwei Liter pro Minute. Aufgrund der daraus folgenden mangelnden Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen nimmt die körperliche Leistungsfähigkeit immer weiter ab. Bei einigen Patienten kann die Herzschwäche auch zu lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen mit dem Risiko des plötzlichen Herztodes führen.

Über 75 % der Patienten über 65 Jahre sind von einer chronischen Herzinsuffizienz betroffen. Hauptursache hierfür ist die koronare Herzkrankheit, gefolgt von Spätstadien des Bluthoch-drucks, von Herzklappenerkrankungen und Erkrankungen anderer Art. Der Einzelne ist mit der komplexen Ursache und der Therapie der chronischen Herzinsuffizienz überfordert. Neben differenzierten, teilweise auch aufwendigen Untersuchungen liegt ein Schwerpunkt in einer gezielten und strukturierten Nachsorge. Dies macht es notwendig, dass Patienten, Angehörige, Ärzte der Akutversorgung, Hausärzte und Rehabilitationsmediziner zusammenarbeiten, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten. Kenntnisse über neue Operationsverfahren, richtige Lebensführung und neueste Errungenschaften der Medikamentenbehandlung oder auch das Beherrschen von Herzrhythmusstörungen sind notwendig.

Die Frankenklinik ist ein auf die Herzinsuffizienz spezialisiertes Zentrum, das als Schnittstelle zwischen Akutversorgung und Nachbetreuung fungiert, um so für die Patienten eine optimale Behandlung zu erreichen. Es werden spezielle körperliche Trainingsprogramme ebenso wie strukturierte Schulungen für Patienten und Angehörige angeboten, sowie in enger Kooperation mit der Akutmedizin und den Hausärzten auch weiterreichend prognoseverbessernde Maßnahmen (z. B. Operationen, Schrittmacher usw.) überprüft und eventuell auch eingeleitet.